Bachelorarbeitsthemen

Zuletzt aktualisiert am: 05.12.2019

Durch welche Mechanismen vertiefen sich Europäische Extremzyklonen?

Betreuung: Dr. Jens Grieger, Prof. Dr. Uwe Ulbrich

Beschreibung: Mit Hilfe der Drucktendenzgleichung lässt sich die Entwicklung extra-tropischer
Tiefdruckgebiete bestimmten Mechanismen zuordnen. Diese sind hauptsächlich durch Baroklinität
und diabatische Prozesse bestimmt. In dieser Arbeit sollen Europäische Extremzyklonen eines Ereigniskataloges untersucht und dabei die verschiedenen Beiträge zur Intensivierung bestimmt werden.

Datengrundlage: ERA-20C Reanalyse, Zyklonenzugbahnen, Drucktendenzdaten

Vorkenntnisse: CDO, R und eventuell NCL


Untersuchung des Zusammenhanges von NAO und Wärmeinhalt des Nordatlantiks auf der dekadischen Zeitskala

Betreuung: Thomas Moran

Beschreibung: Es existieren Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen großräumigen atmosphärischen Zirkulationsmustern, insbesondere der NAO und Meeresoberflächentemperaturen des Nordatlantiks zeigen. Dabei scheint vor allem die Atmosphäre die Temperaturverteilung im Ozean zu beeinflussen. Andere Studien zeigen, dass auch der Ozean die Atmosphäre beeinflusst. Im Rahmen eines Projektes, das in der Arbeitsgruppe bearbeitet wird, wurde bereits der Zusammenhang zwischen dem Ozeanwärmeinhalt und der dekadischen Variabilität von Winterstürmen über Europa und dem Nordatlantik untersucht. In der Bachelorarbeit soll die Wechselwirkung von Ozeanwärmeinhalt im Nordatlantik und der NAO auf der dekadischen Zeitskala in einem Ensemble aus gekoppelten Modellsimulationen analysiert werden.

Grundlagen: Ensemble von Modellsimulationen Voraussetzungen: CDO, R, Statistik (Zeitreihenanalyse)


COSMO-Reanalysen: Charakteristika von Niederschlagsereignissen

Betreuung: Dr. Martin Göber, Edmund Meredith

Beschreibung: Im Cosmo-Reanalyseprodukt des Hans-Ertel-Zentrums (Uni Bonn) werden intensive Niederschlagssysteme untersucht. Sie werden als zusammenhängende Gebiete mit Überschreitungen eines Perzentilwerts identifiziert. Die Auswertung untersucht die Häufigkeitsverteilung von Ausdehnung, mittlerer (Perzentil-)Intensität, der (Perzentil-)Maxima und der Zahl der Extrema innerhalb des Gebiets, sowie die Beziehungen zwischen diesen Größen. Es wird untersucht, ob sich innerhalb Deutschlands und im Jahresgang Unterschiede in den Charakteristika zeigen.

Datengrundlage: COSMO-Reanalysen.

Vorkenntnisse: CDO und R/Matlab Kenntnisse erforderlich


Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Winterstürmen und Ozeantemperaturen in einem Klimamodell

Betreuung: Ines Höschel

Beschreibung: Da Winterstürme zu den schadensträchtigsten Wetterextremen in Europa zählen, besteht ein großes Interesse an deren längerfristigen Vorhersagbarkeit und dem Verständnis involvierter Prozesse, z.B. im Ozean. Im Rahmen eines am Institut durchgeführten Projektes wurde in Reanalysedaten ein Zusammenhang zwischen der Häufung Europäischer Winterstürme und den Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik und Atlantik des Vorjahres nachgewiesen. In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob dieser Zusammenhang auch in den Gleichgewichtssimulationen eines Klimamodells zu finden ist und mit welchen Anomalien und räumlichen Mustern im Wärmeinhalt des Ozeans die Häufung von Stürmen im Modell verbunden ist.

Datengrundlage: u- und v-Wind (6-stündlich), Meeresoberflächentemperaturen und Wärmeinhalt des Ozeans (monatlich) des Gleichgewichtslaufes des Erdsystemmodells des MPI Hamburg (MPI-ESM-LR)

Vorkenntnisse: CDO, R, Unix/Linux


Die Rolle von Zyklonen bei Starkniederschlagsereignissen

Betreuung: Dr. Katrin Nissen

Beschreibung: Im Rahmen des EU RAIN Projektes wurden Starkniederschlagsereignisse in Europa für den Zeitraum von 1981-2010 identifiziert. In der Bachelorarbeit soll untersucht werden welche Rolle Zyklonen für die Ereignisse gespielt haben. Ein Katalog von Zyklonenzugbahnen, die mit Hilfe des ERA Interim Reanalyse Datensatzes bestimmt wurden, liegt vor. Für die Arbeit soll ein Algorithmus, der für die Zuordnung von Stürmen zu Zyklonen entwickelt wurde, so angepasst werden, dass eine Zuordnung der Niederschlagsereignisse zu Zyklonen erfolgt. In der Arbeit sollen dann die charakteristischen Eigenschaften von Zyklonen, die extremen Niederschlag in Europa ausgelöst haben, untersucht werden (z.B. Stärke der Zyklonen, Geschwindigkeit, Lage zum Niederschlagsereignis). Weiterhin soll analysiert werden, welche Niederschlagsereignisse bevorzugt von Zyklonen ausgelöst werden (z.B. Auftrittsort, Jahreszeit, Niederschlagsdauer).

Datengrundlage: Katalog von extremen Niederschlagsereignissen, Katalog von Zyklonen, Fortranprogramm zur Zuordnung von Extremereignissen zu Zyklonen.

Vorkenntnisse: Fortran (wer kein Fortran mag, kann das existierende Programm auch gerne als nur als Anhaltspunkt verwenden und ein eigenes in R schreiben), R.


Vergleich eines automatischen Verfahrens zur Unterscheidung der Niederschlagsphasen (fest/flüssig, flüssig/flüssig) mit der Wetterbeobachtung an der FU-Berlin

Betreuung: Bernd Bartels (DWD, Luftfahrtberatungszentrale Ost , Berlin), Eckhard Lanzinger (DWD), Dr. Klaus Müller, Thomas Schartner

Beschreibung: Quantitativer Vergleich des am DWD entwickelten Algorithmus zur Bestimmung der Niederschlagsphase mit den entsprechenden Wetterbeobachtungen an der FU-Berlin. Überblick über die zugehörigen Zeitreihen. Systematische Analyse von Abweichungen, insbesondere auf Basis der Eingangs-Größen des Algorithmus und der synoptischen Meldungen.

Datengrundlage: Zeitreihen der Wetterbeobachtung und der Messdaten (insb. des Disdrometers) an der Station Dahlem.

Vorkenntnisse: Statistik (Zeitreihenanalyse)

Validierung einer statistischen Methode zur Vorhersage der NAO

Betreuer: Dr. Ingo Kirchner

Beschreibung: Die Schätzung der NAO mittels erster EOF der geopotentiellen Höhe der 500 hPa Fläche wird auf die Vorhersagen verschiedener Modelle für 1-2 Wochen angewendet. Die Berechnung der NAO Stärke aus den Vorhersagen ist mit den Beobachtungen bzgl. der Zuverlässigkeit zu prüfen.

Grundlagen: Auswertung der täglichen Vorhersagen seit 2012


Verifikation des Einflusses der NAO Stärke auf das Wetter in Berlin

Betreuer: Dr. Ingo Kirchner

Beschreibung: Die Berechnung der NAO Stärke mit einer statistischen Methode wird als Indikator für die Charakterisierung des Berliner Wetters herangezogen. Es ist zu untersuchen, inwieweit sich dieser Indikator als Prediktor für verschiedene Wetterelemente eignet. Die Untersuchung stützt sich auf das Berliner Stadtmessnetz.

Grundlagen: Auswertung der täglichen Vorhersagen seit 2012 und Daten des Stadtmessnetzes


Energiebilanz in einem Globalmodell und die Veränderungen durch die Modellauflösung

Betreuer: Dr. Ingo Kirchner

Beschreibung: Analyse von Modellvariablen, die mit der Energiebilanz in Beziehung stehen, untersucht wird das statistische Verhalten auf verschieden Zeitskalen.

Grundlagen: Modelldaten von neun 40 Jahres-AMIP Simulationen mit ECHAM5 (Ausbau des Themas als Masterarbeit möglich) 


Extremniederschläge in einem wärmeren Klima

Betreuer: Stephan Pfahl

Beschreibung: Mögliche Änderungen der Intensität extremer Niederschläge gehören zu den folgenreichsten Konsequenzen der Klimaerwärmung. Auf Grund des höheren Sättigungsdampfdrucks in einer wärmeren Atmosphäre erwartet man eine Zunahme des atmosphärischen Feuchtegehalts und damit auch der Niederschlagsintensität, aber regional können auch Änderungen in der atmosphärischen Dynamik eine große Rolle spielen (Pfahl et al., 2017). Diese dynamischen Effekte sind noch mit großen Unsicherheiten verbunden.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, mit Hilfe einer Fallstudie unser Prozessverständnis solcher dynamischer Effekte zu verbessern. Dazu werden Modellsimulationen für das heutige Klima und ein mögliches wärmeres Klima am Ende dieses Jahrhunderts analysiert (Kay et al., 2015). Beispielhaft soll die synoptische Situation während zwei extremen Niederschlagsereignissen (eins unter heutigen Bedingungen, eins im wärmeren Klima) detailliert beschrieben werden. Dazu werden z.B. der atmosphärische Feuchtegehalt, die Zirkulation in der freien Troposphäre und der Transport von Luftmassen betrachtet (siehe Beispiel in der Abbildung unten).

Vorkenntnisse: Interesse am Klimawandel sowie an synoptischen Betrachtungen von extremen Wetterereignissen. Grundkenntnisse in einer Skriptsprache (R, Python)

Literatur:

  • Grams, C. M., H. Binder, S. Pfahl, N. Piaget, and H. Wernli, 2014: Atmospheric processes triggering the central European floods in June 2013. Nat. Hazards Earth Syst. Sci. 14, 1691-1702, doi:10.5194/nhess-14-1691-2014.
  • Kay. J. E. et al., 2015: The Community Earth System Model (CESM) Large Ensemble Project: A community resource for studying climate change in the presence of internal climate variability. Bull. Amer. Meteor. Soc.96, 1333-1349, doi:10.1175/BAMS-D-13-00255.1.
  • Pfahl, S., P. A. O’Gorman, and E. M. Fischer, 2017: Understanding the regional pattern of projected future changes in extreme precipitation. Nature Clim. Change 7, 423-427, doi:10.1038/nclimate3287.

Äquipotentielle Temperatur und Bodendruckkarte am 31.05.2013 über Zentraleuropa; Bildquelle: Grams et al., 2014


Der Zusammenhang zwischen Trockenheit und blockierenden Hochdruckgebieten

Betreuer: Stephan Pfahl

Beschreibung: Blockierende Hochdruckgebiete sind stationäre Wettersysteme, die im Sommer zu erhöhten Temperaturen führen und häufig extreme Hitzewellen verursachen (Pfahl und Wernli, 2012). Außerdem gehen solche Hochdruckgebiete typischerweise mit absinkenden Luftmassen, wolkenfreiem Himmel und damit Trockenheit einher (siehe Abbildung unten). Während der Zusammenhang der Hochdruck-Wetterlagen mit Temperaturextremen relativ gut verstanden und quantifiziert ist, gibt es bisher wenige Studien zu einer Verknüpfung von blockierenden Hochdruckgebieten mit Trockenperioden. Ein besseres Verständnis der dynamischen Prozesse, die Trockenheit begünstigen, ist aber insbesondere im Kontext des anthropogenen Klimawandels vonnöten, der in vielen Regionen zu stärker ausgeprägten Trockenperioden führen könnte (Dai, 2013).

In dieser Arbeit wird eine einfache statistische Methode (nach Pfahl und Wernli, 2012) verwendet, um den räumlichen Zusammenhang zwischen blockierenden Hochdrucklagen und Trockenheit zu quantifizieren. Dazu wird, basierend auf Reanalyse-Daten, ein objektiver Index für blockierende Hochdruckgebiete mit einem oder mehreren Trockenheits-Indizes (zum Beispiel nach Byun und Wilhite, 1999) verknüpft.

Vorkenntnisse: Interesse am atmosphärischen Wasserkreislauf sowie an klimatologischen Auswertungen. Grundkenntnisse in einer Skriptsprache (R, Python)

Literatur:

  • Byun, H.-R. and D. A. Wilhite, 1999: Objective quantification of drought severity and duration. J. Climate 12, 2747-2756.
  • Dai, A., 2013: Increasing drought under global warming in observations and models. Nature Clim. Change 3, 52-58, doi:10.1038/NCLIMATE1633.
  • Pfahl, S. and H. Wernli, 2012: Quantifying the relevance of atmospheric blocking for co-located temperature extremes in the Northern Hemisphere on (sub-)daily time scales. Geophys. Res. Lett.39, L12807, doi:10.1029/2012GL052261.
Blockierende Hochdrucklage während des trockenen und heissen Sommers 2015 über Europa im Satellitenbild vom 01. Juli 2015 (grün konturiert dynamische Tropopause, blau blockierende Antizyklone), Bildquelle: Christian Grams


Tägliche Schwankungen der Temperatur unter Einfluss der Klimaerwärmung

Betreuer: Stephan Pfahl

Beschreibung: Änderungen in der Variabilität der bodennahen Temperatur in einem wärmeren Klima können weitreichende Konsequenzen für die Gesellschaft haben. Bisher wurden diesbezüglich vor allem Änderungen in der statistischen Varianz der Temperatur analysiert (z.B. Screen, 2014; Schneider et al., 2015). Gerade für die menschliche Gesundheit sind aber auch die Schwankungen der Temperatur von Tag zu Tag ein entscheidender Faktor.

In dieser Arbeit sollen diese Schwankungen mit Hilfe von Reanalysedaten für verschieden Regionen der Erde quantifiziert werden. Außerdem werden die dazugehörigen Zirkulations-Anomalien charakterisiert und es wird eine Trend-Analyse durchgeführt.

Vorkenntnisse: Interesse an klimatologischen Auswertungen. Grundkenntnisse in einer Skriptsprache (R, Python), die zur Datenauswertung verwendet werden kann, sind von Vorteil, können aber auch während der Arbeit erworben werden.

Literatur:

  • Schneider, T., T. Bischoff, and H. Plotka, 2015: Physics of changes in synoptic midlatitude temperature variability. J. Climate 28, 2312-2331, doi:10.1175/JCLI-D-14-00632.1.
  • Screen, J., 2014: Arctic amplification decreases temperature variance in northern mid- to high-latitudes. Nature Clim. Change 4, 577-582, doi:10.1038/NCLIMATE2268.

Anomalie der subsaisonalen Temperatur-Varianz in den nördlichen Breiten für die Periode 1979-2013. Rote Farben kennzeichnen eine positive, blaue Farben eine negative Anomalie. Aus Screen (2014).


Kalibrierung eines Tropfenzählbasierenden Niederschlagsmessers

Betreuung: Prof. Dr. Henning Rust

Beschreibung: Tropfenzählbasierte Niederschlagsmesser erlauben durch die Möglichkeit der Messung kleiner Regenmengen eine hohe Auflösung in der Zeit. Vier dieser Geräte laufen im Probebetrieb am IfM und sollen mit den Standard-Messgeräten (Wippe, Waage) verglichen und anhand dieser kalibriert werden.

Grundlagen: Spaß an statistischer Auswertung, R oder Ähnliches

Evaluierung der Luftqualitätsvorhersage von LOTOS-EUROS innerhalb CAMS

Betreuer: Prof. Martijn Schaap, Dr. Sabine Banzhaf

Beschreibung: Innerhalb die Europäische Copernicus Atmosphäre Monitoring Service (CAMS: http://atmosphere.copernicus.eu/) werden Luftqualitätsvorhersagen erstellt für Feinstaub, Ozon und NO2. Es gibt derzeit 7 Modelle die zusammen ein Ensemble bauen, unter deren das LOTOS-EUROS Modell das am FUB mitentwickelt wird. Ziel dieses Themas ist die Validierung der Vorhersagen von LOTOS-EUROS anhand Beobachtungsdaten. Die Frage ist in wie weit sich der Modellskill sich unterscheiden von der andere Modelle und ob es Erklärungen dafür gibt. Die Validierung findet statt anhand standard statistischen Parameter. Studien könnten separat über Ozon, Feinstaub und NO2 gemacht werden.

Grundlagen: Literatur und Modellergebnisse sind vorhanden

Bemerkung: Betreuung teilweise von TNO, Holland.


Evaluierung der Herkunft von NO2 in Berlin

Betreuer: Prof. Martijn Schaap, Dr. Sabine Banzhaf

Beschreibung: NO2 ist schädlich für die Gesundheit. Derzeit gibt es Fragen zum Herkunft von NO2-Konzentration innerhalb Berlin. Vor allem nächtliche Werte sind manchmal erhöht ohne das es direkte Quellen gibt. Ziel dieses Themas ist anhand Messdaten und ein LOTOS-EUROS Lauf inklusive Quellenzuordnung die Variabilität in der Herkunft des NO2 zu bestimmen.

Grundlagen: Literatur und Modellergebnisse sind vorhanden

Bemerkung: Betreuung teilweise von TNO, Holland.


Analyse von der natürlichen chemischen Zusammensetzung der Erdatmosphäre

Betreuer: Prof. Peter Builtjes

Beschreibung: Die Bestimmung der natürlichen Konzentrationen von Spurengasen und Aerosolen ist wichtig, um die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre bestimmen zu können. Neben dieser wissenschaftlichen Fragestellung/Neugier ist die Kenntnis auch wichtig für Untersuchungen im Themengebiet Luftreinhaltung. Wenn bekannt ist wie groß der Beitrag von biogenen und geogenen Emissionen zur auftretenden Konzentration ist, kann man den Einfluss von anthropogenen Emissionen ableiten. Basiert auf einer Literaturanalyse von Messkampagnen (z.B. in Eisbornkernen), Laboruntersuchungen und theoretischen Betrachtungen der Entwicklung der Erdatmosphäre und mit Hilfe von Modellergebnisse kann man eine Abschätzung über die natürlichen Konzentrationen von Spurengasen und Aerosolen machen. Studien können über Stoffe wie CH4, CO2, SO2, NO2, NH3, O3, VOC, Aerosolen (PM) gemacht werden.

Grundlagen: Literatur und einige Modellergebnisse sind vorhanden

Bemerkung: Betreuung teilweise von Holland aus 

Untersuchungen verschiedener Phasen der Nordatlantischen Oszillation (NAO) und des Pazifik-Nordamerika Telekonnektionsmusters (PNA) mithilfe der harmonischen Analyse des Geopotentials

Betreuung: Dipl. Math. Anette Müller, PD Dr. Peter Névir

Beschreibung: Verschiedene Phasen der Nordatlantischen Oszillation (NAO) und des Pazifik-Nordamerika-Telekonnektionsmusters (PNA) sind durch unterschiedliche Aktivität planetarer Wellen gekennzeichnet. Es sollen mit Hilfe der harmonischen Analyse über unterschiedliche globale Wellenkonfigurationen ein Zusammenhang von NA0 und PNA herausgearbeitet werden.

Grundlagen: Zur Verfügung stehen die ERA-Interim Reanalysen sowie das Programm zur Berechnung der Fourier-Koeffizienten der harmonischen Analyse.


Untersuchung des meridionalen Temperaturgradienten auf der Nordhalbkugel mithilfe der harmonischen Analyse

Betreuung: Dipl. Math. Anette Müller, PD Dr. Peter Névir

Beschreibung: Der meridionale Temperaturgradient ist ein wichtiges Maß für die Baroklinität und Zyklonenaktivität der Westwindzone der mittleren Breiten. Es soll mit Hilfe der harmonischen Analyse des meridionalen Temperaturgradienten die globale Struktur wellendynamisch untersucht werden und ein Zusammenhang zu der Wellenstruktur des Geopotentials hergestellt werden.

Grundlagen: Zur Verfügung stehen die ERA-Interim und NCE-Reanalysen sowie das Programm zur Berechnung der Fourier-Koeffizienten der harmonischen Analyse.


Untersuchung der Beziehung zwischen dem Dynamischen Zustandsindex (DSI) und Prozessen auf der konvektiven Skala

Betreuung: Dipl. Math. Anette Müller, PD Dr. Peter Névir

Beschreibung: Der dynamische Zustandsindex (DSI) wurde in der Arbeitsgruppe Theoretische Meteorologie entwickelt. Er beschreibt Abweichungen eines Grundzustandes. Es konnte bisher gezeigt werden, dass der Index stark mit diabatischen Prozessen wie beispielsweise Niederschlag korreliert ist. Zusammenhänge zu weiteren Prozessen und bekannten meteorologischen Größen sollen datenbasiert untersucht werden.

Grundlagen: Zur Verfügung stehen berechnete DSI-Daten sowie die REA2 und die REA6 Reanalysen für Deutschland und Europa.

Einfluss der synoptischen Bedingungen in der Troposphäre auf das polare Totalozon im Nordwinter

Betreuer: Prof. Dr. Ulrike Langematz , Janice Scheffler

Projektanbindung: SHARP

Beschreibung: Der Ozongehalt in der Polarregion kann im Winter chemisch und dynamisch beeinflusst sein. In der Stratosphäre kann ein starker, kalter Polarwirbel durch chemischen Ozonabbau zu geringem Totalozon führen. Andererseits können geringe Totalozonwerte auch auftreten, wenn in der Troposphäre Hochdruckgebiete vorherrschen (sog. Ozonminilöcher). In dieser Studie soll anhand einer Modellsimulation mit einem Klima-Chemie Modell untersucht werden, wie oft das Winterminimum im Totalozon durch Ozonabbau in der Stratosphäre oder durch Ozonminilöcher verursacht wird. Dies soll anhand von Fall- und Kompositstudien synoptisch und statistisch analysiert werden.

Grundlagen: Modelloutput einer Simulation mit dem Klima-Chemie Modell EMAC (SHARP REF0, 75 Jahre), vorhandene Auswertesoftware 


Thema auf Anfrage im gemeinsamen Gespräch

Bei Interesse bitte Konakt mit Univ.-Prof. Langematz aufnehmen.

Variabilität der oberflächennahen Winde in aktuellen atmosphärischen Reanalysen und deren Einfluss auf die simulierte windgetriebene Ozeanzirkulation

Betreuer: Dr. Henryk Dobslaw (dobslaw@gfz-potsdam.de), Prof. Dr. Maik Thomas (mthomas@gfz-potsdam.de)

Beschreibung: Die windgetriebene Zirkulation im Weltozean hat insbesondere auf Zeitskalen von Tagen bis hin zu Dekaden einen großen Einfluß auf regionale und lokale Änderungen des Meeresspiegels. Prädiktionen der zeitvariablen windgetriebenen Dynamik werden regelmäßig aus Simulationsexperimenten mit globalen numerischen Ozeanmodellen gewonnen, die mit Atmosphärendaten aus globalen NWP-Analysen oder Reanalysen angetrieben werden. Ausgehend von vier aktuellen globalen soll der Ensemble-Spread der oberflächennahen Windgeschwindigkeiten und -schubspannungen für verschiedene Frequenzbänder bestimmt und in seinen räumlichen Mustern diskutiert werden, um Sensitivitätsexperimente mit einem globalen Ozeanzirkulationsmodell unter realistisch verrauschten Windschubspannungen vorzubereiten.

Anforderungen: Theorie der windgetriebenen Ozeandynamik; Kenntnisse der CDO's (Climate Data Operators); Grundkenntnisse in Matlab oder R.


Untersuchung der raumzeitlichen Variabilität globaler Niederschläge in GPCC- Analysen

Betreuer: Dr. Robert Dill (dill@gfz-potsdam.de), Prof. Dr. Maik Thomas (mthomas@gfz- potsdam.de)

Beschreibung: Das beim Deutschen Wetterdienst angesiedelte Weltzentrum für Niederschlag (Global Precipitation Climatology Centre; GPCC) sammelt und archiviert alle weltweit verfügbaren Beobachtungen zu Niederschlagsmengen und -ereignissen und erstellt routinemäßig globale Rasterdatensätze mit unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Auflösungen. Zur Vorbereitung von Vergleichen bzw. zur Kombination von klassischen Niederschlagsbeobachtungen und Änderungen des terrestrisch gespeicherten Wassers aus Daten der Satellitenschwerefeldmission GRACE sollen in dieser Arbeit die verschiedenen aktuell verfügbaren Produkte des GPCC analysiert und zur späteren Nutzung als Antriebsdaten des globalen Landoberflächenmodells LSDM vorbereitet werden.

Anforderungen: Grundkenntnisse in R or Matlab; Kenntnisse der CDO's (Climate Data Operators)


Analyse von atmosphärischen und hydrosphärischen Auflastdeformationen an GPS-Permanentstationen in Hinblick auf eine 3D Erdstruktur

Betreuer: Dr. Volker Klemann (volker.klemann@gfz-potsdam.de), Prof. Dr. Maik Thomas (mthomas@gfz-potsdam.de)

Beschreibung: Untersucht werden sollen Auflastdeformationen, die durch zeitvariable Massenverteilungen an der Erdoberfläche verursacht werden und Messungen an GPS- Stationen beeinflussen. So müssen vor allem für Stationen nahe an der Küste oder an einem Fluss die verursachenden atmosphärischen, ozeanischen oder hydrologischen Auflasten in hoher räumlicher Auflösung betrachtet und die lokale Erdstruktur berücksichtigt werden. An Hand bereits vorhandener Übertragungsfunktionen, welche die Deformationsantwort einer 1D Erdstruktur charakterisieren, und dem Vergleich mit der Deformationsantwort eines 3D Erdmodelles sollen die verwendeten Übertragungsfunktionen evaluiert werden.

Anforderungen: Grundkenntnisse in Fortran/Matlab/Shell Programmierung und Interesse an numerischen Fragestellungen


Entwicklung der Beringstraße während des letzten glazialen Zyklus

Betreuer: Dr. Volker Klemann (volker.klemann@gfz-potsdam.de), Prof. Dr. Maik Thomas (mthomas@gfz-potsdam.de)

Beschreibung: Während eines glazialen Zyklus fällt der Meeresspiegel um bis zu 130 m. Diese Änderung ist nicht homogen, sondern wird von der isostatischen Antwort der festen Erde auf die zeitlich variierende Lastverteilung überprägt. Die damit verbundene Veränderung des Meeresspiegels soll anhand der zeitweisen Öffnung der Beringstraße beispielhaft untersucht werden. Mit Hilfe vorhandener Modell-Ensembles, die die Abhängigkeit des Meeresspiegels von der Erdstruktur und der Eisgeschichte abbilden, sollen Unsicherheiten und Variabilitäten in der Rekonstruktion dieser Wasserstraße untersucht werden.

Anforderungen: Programmierkenntnisse in Fortran, R oder Matlab, Shellprogrammierung und Interesse an numerischen Fragestellungen 


Thema auf Anfrage im gemeinsamen Gespräch

Bei Interesse an einem Bachelorarbeitsthema am GFZ wendens Sie sich bitte an Herrn Prof. Maik Thomas (mthomas@gfz-potsdam.de)

Vergleich verschiedener Stabilitätsmaße aus Messungen auf dem  GM Falkenberg

Betreuer: Dr. Frank Beyrich (MOL-RAO, DWD) / Zweitbetreuer NN (FUB)

Beschreibung: Zur Charakterisierung der Stabilität der Schichtung insbesondere in Bodennähe können verschiedene Kriterien und Maßzahlen genutzt werden, u.a. Temperaturgradienten bzw. –differenzen, die Obukhov-Länge oder die Richardsonzahl (Gradient-, Fluss-, oder Bulk-Ri-Zahl). Diese Maßzahlen sollen aus Messungen an den Masten auf dem GM Falkenberg bestimmt, miteinander verglichen und insbesondere ihre Konsistenz in den untersten etwa 50 m über Grund charakterisiert werden. Von Bedeutung sind diese Untersuchungen u.a. für die Bestimmung von Stabilitätsklassen für die Ausbreitungsrechnung von Luftbeimengungen sowie für die Interpretation von Scintillometer-Messungen zur Ableitung flächengemittelter turbulenter Flüsse.

Grundlagen: Datensatz Temperatur- und Windprofile sowie turbulente Flüsse vom GM Falkenberg

Voraussetzungen: Fähigkeit zum Umgang mit Software zur Datenanalyse und –bearbeitung für umfangreichere Datensätze


Nutzung von Scintillometerdaten für die Qualitätsbewertung von Eddy-Kovarianzmessungen

Betreuer: Dr. Frank Beyrich (MOL-RAO, DWD) / NN (FUB)

Beschreibung: Auf dem Grenzschichtmessfeld Falkenberg werden bodennahe Turbulenzmessungen sowohl mittels Ultraschall-Anemometer-Thermometer als auch  mittel Surface-Layer-Scintillometer durchgeführt, wobei die Mess- und Auswerteverfahren sich grundlegend unterscheiden. Unter Nutzung von Hersteller- bzw. Standard-Software erfolgt eine jeweils voneinander unabhängige Qualitätsbewertung der abgeleiteten turbulenten Flüsse. Mit der Arbeit soll untersucht werden, inwieweit Querbezüge zwischen der jeweiligen Bewertung der Datenqualität möglich sind.

Grundlagen: Datensatz turbulente Flüsse aus Sonic-/Scintillometerdaten vom GM Falkenberg. 

Voraussetzungen: Fähigkeit zum Umgang mit Software zur Datenanalyse und –bearbeitung für umfangreichere Datensätze


Test eines Modells für das vertikale Windprofil in der unteren Grenzschicht anhand kombinierter Mast-Lidar-Daten

Betreuer: Dr. Frank Beyrich (MOL-RAO, DWD) / NN (FUB)

Beschreibung: In der VDI-Richtlinie 3783 Blatt 8 „Messwertgestützte Turbulenzparametrisierung für Ausbreitungsrechnungen“ wird ein Modell für die Beschreibung des vertikalen Windprofils in der Grenzschicht in Abhängigkeit von Bodenrauhigkeit, Stabilität, Mischungsschichthöhe angegeben. Das Modell soll für verschiedene Stabilitätsklassen mit gemessenen Windprofilen verglichen werden. Hierfür sind zuvor aus Mast- und Lidar-Messungen synthetische Windprofile für die zu betrachtenden Stabilitätsklassen zu ermitteln.

Grundlagen: Windprofilmodell der VDI 3783/8 und Messungen mittels Schalenstern / Windfahne am Mast sowie Lidar  auf dem GM Falkenberg über einen Zeitraum von etwa 2 Jahren 

Voraussetzungen: Fähigkeit zum Umgang mit Software zur Datenanalyse und –bearbeitung für umfangreichere Datensätze

Kontaktiert bei Interesse Rene Preusker per Mail mit eindeutigem Betreff, sonst landet eure Anfrage im Spamfilter, aber am besten persönlich in Raum 159.