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AG Klimadiagnose und Meteorologische Extremereignisse

Durch welche Mechanismen vertiefen sich Europäische Extremzyklonen?

Betreuung: Dr. Jens Grieger, Prof. Dr. Uwe Ulbrich

Beschreibung: Mit Hilfe der Drucktendenzgleichung lässt sich die Entwicklung extra-tropischer
Tiefdruckgebiete bestimmten Mechanismen zuordnen. Diese sind hauptsächlich durch Baroklinität
und diabatische Prozesse bestimmt. In dieser Arbeit sollen Europäische Extremzyklonen eines Ereigniskataloges untersucht und dabei die verschiedenen Beiträge zur Intensivierung bestimmt werden.

Datengrundlage: ERA-20C Reanalyse, Zyklonenzugbahnen, Drucktendenzdaten

Vorkenntnisse: CDO, R und eventuell NCL


Untersuchung des Zusammenhanges von NAO und Wärmeinhalt des Nordatlantiks auf der dekadischen Zeitskala

Betreuung: Thomas Moran

Beschreibung: Es existieren Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen großräumigen atmosphärischen Zirkulationsmustern, insbesondere der NAO und Meeresoberflächentemperaturen des Nordatlantiks zeigen. Dabei scheint vor allem die Atmosphäre die Temperaturverteilung im Ozean zu beeinflussen. Andere Studien zeigen, dass auch der Ozean die Atmosphäre beeinflusst. Im Rahmen eines Projektes, das in der Arbeitsgruppe bearbeitet wird, wurde bereits der Zusammenhang zwischen dem Ozeanwärmeinhalt und der dekadischen Variabilität von Winterstürmen über Europa und dem Nordatlantik untersucht. In der Bachelorarbeit soll die Wechselwirkung von Ozeanwärmeinhalt im Nordatlantik und der NAO auf der dekadischen Zeitskala in einem Ensemble aus gekoppelten Modellsimulationen analysiert werden.

Grundlagen: Ensemble von Modellsimulationen Voraussetzungen: CDO, R, Statistik (Zeitreihenanalyse)


COSMO-Reanalysen: Charakteristika von Niederschlagsereignissen

Betreuung: Dr. Martin Göber, Edmund Meredith

Beschreibung: Im Cosmo-Reanalyseprodukt des Hans-Ertel-Zentrums (Uni Bonn) werden intensive Niederschlagssysteme untersucht. Sie werden als zusammenhängende Gebiete mit Überschreitungen eines Perzentilwerts identifiziert. Die Auswertung untersucht die Häufigkeitsverteilung von Ausdehnung, mittlerer (Perzentil-)Intensität, der (Perzentil-)Maxima und der Zahl der Extrema innerhalb des Gebiets, sowie die Beziehungen zwischen diesen Größen. Es wird untersucht, ob sich innerhalb Deutschlands und im Jahresgang Unterschiede in den Charakteristika zeigen.

Datengrundlage: COSMO-Reanalysen.

Vorkenntnisse: CDO und R/Matlab Kenntnisse erforderlich


Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Winterstürmen und Ozeantemperaturen in einem Klimamodell

Betreuung: Ines Höschel

Beschreibung: Da Winterstürme zu den schadensträchtigsten Wetterextremen in Europa zählen, besteht ein großes Interesse an deren längerfristigen Vorhersagbarkeit und dem Verständnis involvierter Prozesse, z.B. im Ozean. Im Rahmen eines am Institut durchgeführten Projektes wurde in Reanalysedaten ein Zusammenhang zwischen der Häufung Europäischer Winterstürme und den Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik und Atlantik des Vorjahres nachgewiesen. In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob dieser Zusammenhang auch in den Gleichgewichtssimulationen eines Klimamodells zu finden ist und mit welchen Anomalien und räumlichen Mustern im Wärmeinhalt des Ozeans die Häufung von Stürmen im Modell verbunden ist.

Datengrundlage: u- und v-Wind (6-stündlich), Meeresoberflächentemperaturen und Wärmeinhalt des Ozeans (monatlich) des Gleichgewichtslaufes des Erdsystemmodells des MPI Hamburg (MPI-ESM-LR)

Vorkenntnisse: CDO, R, Unix/Linux


Die Rolle von Zyklonen bei Starkniederschlagsereignissen

Betreuung: Dr. Katrin Nissen

Beschreibung: Im Rahmen des EU RAIN Projektes wurden Starkniederschlagsereignisse in Europa für den Zeitraum von 1981-2010 identifiziert. In der Bachelorarbeit soll untersucht werden welche Rolle Zyklonen für die Ereignisse gespielt haben. Ein Katalog von Zyklonenzugbahnen, die mit Hilfe des ERA Interim Reanalyse Datensatzes bestimmt wurden, liegt vor. Für die Arbeit soll ein Algorithmus, der für die Zuordnung von Stürmen zu Zyklonen entwickelt wurde, so angepasst werden, dass eine Zuordnung der Niederschlagsereignisse zu Zyklonen erfolgt. In der Arbeit sollen dann die charakteristischen Eigenschaften von Zyklonen, die extremen Niederschlag in Europa ausgelöst haben, untersucht werden (z.B. Stärke der Zyklonen, Geschwindigkeit, Lage zum Niederschlagsereignis). Weiterhin soll analysiert werden, welche Niederschlagsereignisse bevorzugt von Zyklonen ausgelöst werden (z.B. Auftrittsort, Jahreszeit, Niederschlagsdauer).

Datengrundlage: Katalog von extremen Niederschlagsereignissen, Katalog von Zyklonen, Fortranprogramm zur Zuordnung von Extremereignissen zu Zyklonen.

Vorkenntnisse: Fortran (wer kein Fortran mag, kann das existierende Programm auch gerne als nur als Anhaltspunkt verwenden und ein eigenes in R schreiben), R.


Vergleich eines automatischen Verfahrens zur Unterscheidung der Niederschlagsphasen (fest/flüssig, flüssig/flüssig) mit der Wetterbeobachtung an der FU-Berlin

Betreuung: Bernd Bartels (DWD, Luftfahrtberatungszentrale Ost , Berlin), Eckhard Lanzinger (DWD), Dr. Klaus Müller, Thomas Schartner

Beschreibung: Quantitativer Vergleich des am DWD entwickelten Algorithmus zur Bestimmung der Niederschlagsphase mit den entsprechenden Wetterbeobachtungen an der FU-Berlin. Überblick über die zugehörigen Zeitreihen. Systematische Analyse von Abweichungen, insbesondere auf Basis der Eingangs-Größen des Algorithmus und der synoptischen Meldungen.

Datengrundlage: Zeitreihen der Wetterbeobachtung und der Messdaten (insb. des Disdrometers) an der Station Dahlem.

Vorkenntnisse: Statistik (Zeitreihenanalyse)