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Nature Publikation: Phosphor im Ozean von Enceladus und die Suche nach Leben in unserem Sonnensystem

Diese Illustration zeigt die NASA-Raumsonde Cassini, die 2015 durch den Plume des Saturnmondes Enceladus taucht.

Diese Illustration zeigt die NASA-Raumsonde Cassini, die 2015 durch den Plume des Saturnmondes Enceladus taucht.
Bildquelle: NASA/JPL-Caltech

Aus Rissen in der Eiskruste des Enceladus schießen cryo-vulkanische Eisfontänen ins All hinaus. Die Eispartikel entstehen aus dem globalen Ozean, der sich unter der einige Kilometer mächtigen Eiskruste befindet.

Aus Rissen in der Eiskruste des Enceladus schießen cryo-vulkanische Eisfontänen ins All hinaus. Die Eispartikel entstehen aus dem globalen Ozean, der sich unter der einige Kilometer mächtigen Eiskruste befindet.
Bildquelle: NASA/JPL-Caltech/SSI/Kevin M. Gill

Das von der NASA-Raumsonde Cassini aufgenommene Bild zeigt die Ringe des Saturns in ihrer ganzen Pracht. Der Pfeil zeigt auf Enceladus, der den Saturn umkreist, eingebettet in den E-Ring.

Das von der NASA-Raumsonde Cassini aufgenommene Bild zeigt die Ringe des Saturns in ihrer ganzen Pracht. Der Pfeil zeigt auf Enceladus, der den Saturn umkreist, eingebettet in den E-Ring.
Bildquelle: NASA/JPL-Caltech/SSI

News vom 14.06.2023

Ein Forscherteam der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Professor Frank Postberg hat gemeinsam mit internationalen Partnern Phosphor in Eispartikeln des Saturnmondes Enceladus entdeckt, die aus dem Ozean unter der Eiskruste des Mondes stammen. Phosphor ist eines der sechs essentiellen Elemente für Leben, bekannt als CHNOPS (Carbon, Hydrogen, Nitrogen, Oxygen, Phosphorus and Sulfur), das bisher noch nicht in den cryo-vulkanischen Emissionen von Enceladus detektiert wurde. Anhand von Daten des Cosmic Dust Analyser der Raumsonde Cassini konnten das Team aber nun Phosphor in Form von Phosphaten in den ins All emittierten Eiskörnern nachweisen, die als gefrorene Ozean-Tröpfchen gelten. Die ermittelten Phosphatkonzentrationen im Enceladus Ozean liegen um mehr als 100-fache über denen im irdischen Ozean.


Obwohl es derzeit keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass es in Enceladus‘ Ozean tatsächlich Leben existiert, macht diese neue Entdeckung den Ozean von Enceladus zum Ort mit den wohl derzeit günstigsten Bedingungen für die Entstehung von Leben in unserem Sonnensystem außerhalb der Erde. Die Studie des Teams wird am 14. Juni in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.


Weitere Informationen:

» Presseveröffentlichung FU Berlin

» Download Nature Publikation "Detection of phosphates originating from Enceladus's ocean"

» Projektwebseite Habitat-Oasis

Konakt:

Prof. Dr. Frank Postberg (FU Berlin)
Dr. Nozair Khawaja (FU Berlin)
Dr. Fabian Klenner (Seattle, USA)


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