PLATO wurde gründlich durchgeschüttelt
Die Raumsonde PLATO während des Vibrationstests in einem der Reinräume der ESA am ESTEC. Credit: ©ESA
News vom 16.01.2026
Die Raumsonde PLATO (PLanetare Transits und Oszillationen von Sternen), das Herzstück der bevorstehenden M3-Mission der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) zur Suche nach Planeten um andere Sterne, hat einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Start absolviert: Am ESTEC, dem Weltraumforschungs- und Technologiezentrum der ESA in den Niederlanden, werden derzeit umfangreiche Tests an der Sonde durchgeführt um sicherzustellen, dass sie den Belastungen während des Starts standhalten und im Weltraum einwandfrei arbeiten kann. Im Zuge dessen hat die Sonde nun den Vibrationstest bestanden: Sie wurde gründlich durchgeschüttelt und ohrenbetäubendem Lärm ausgesetzt, um die Bedingungen während des bevorstehenden Starts ins All zu simulieren. Die ESA-Ingenieure tun das um zu gewährleisten, dass die vielen empfindlichen Bauteile von PLATO, sowohl die 26 einzelnen Kameras als auch die sonstige Elektronik an Bord, die heftigen Belastungen eines Raketenstarts überstehen werden.
Wir freuen uns, dass PLATO diesen Test bestanden hat und dem für das erste Quartal 2027 geplanten Start nun einen Schritt näher gekommen ist.
PLATO wird mit seinen 26 Kameras die Helligkeit von über hunderttausend Sternen messen, um Anzeichen von umlaufenden Exoplaneten zu erkennen und sie mit beispielloser Genauigkeit zu charakterisieren.
Das internationale Konsortium für die PLATO-Mission wird geleitet von Prof. Dr. Heike Rauer, Planetenwissenschaftlerin am Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Vorbereitungen für die Mission werden von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin unterstützt.
Kontakt:
Prof. Dr. Heike Rauer, Freie Universität Berlin, Fachbereich Geowissenschaften, Institut für Geologische Wissenschaften, Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung und DLR, E-Mail: heike.rauer@fu-berlin.de
Die Beiträge der Freien Universität Berlin werden von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR mit Mitteln des Bundes gefördert (Förderkennzeichen 50OO1401, 50OP2103 und 50OP2104).
