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Observatorium Lindenberg

Charakterisierung der Nahfeldeigenschaften der im DWD-Messnetz eingesetzten Ceilometer

Betreuer: Dr. Ulrich Görsdorf (MOL-RAO, DWD – Sachgebiet „Fernmessung“) / Dr. Ina Mattis (MOHp, DWD), Zweitbetreuer NN (FUB)

Beschreibung: Ceilometer werden im meteorologischen Messnetz des DWD zur Ableitung  der Wolkenbasis und  von Aerosolprofilen eingesetzt. Die Güte dieser atmosphärischen Messgrößen hängt unter anderem  von den Nahfeldeigenschaften der Ceilometer ab. Durch statistische Analyse der von Ceilometern gemessenen Aerosolprofile an Strahlungstagen sind die Nahfeldeigenschaften von Ceilometern und  deren Variabilität zu charakterisieren.

Grundlagen: Datengrundlage sind die im NetCDF-Format vorliegenden Messungen der im DWD-Netz eingesetzten Ceilometer. Die Methode zur Bestimmung der Nahfeldeigenschaften ist in Hervo et al: An empirical method to correct for temperature-dependent variations in the overlap function of CHM15k ceilometers (www.atmos-meas-tech.net/9/2947/2016/) beschrieben.

Voraussetzungen: Programmierkenntnisse / Fähigkeit zum Umgang mit Software zur Bearbeitung größerer Datenmengen




Untersuchung von Aerosol-Effekten und Grenzschichtprozessen bei Hochnebel zur verbesserten Hochnebelvorhersage

Betreuer: Dr. L. Doppler (MOL-RAO, DWD) / Zweitbetreuer NN (FUB)

Beschreibung: Im Rahmen des Projekts Photovoltaikertragsprognose zum besseren Management des Einflusses des atmosphärischen Aerosols auf die Stromnetze in Deutschland und Europa (PermaStrom) soll u.a. mit Hilfe von Fall- und Sensitivitätsstudien der Einfluss der Aerosol-Strahlung- und Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen auf die Hochnebelvorhersage analysiert werden. Die Masterarbeit beinhaltet die Auswahl geeigneter Fallstudien, die Aufbereitung und Untersuchung der Beobachtungsdaten von gemesseneren Strahlungsprofilen sowie von bodengebundenen Fernerkundungsverfahren wie Ceilometer, Doppler-Lidar, Differential-Absorption-Lidar (DIAL), Raman-Lidar und Wolkenradar, sowie die Validierung der Experimente und Vorhersagen mit den Beobachtungsdaten.

Grundlagen: Datengrundlage sind die mehrheitlich im NetCDF-Format vorliegenden Messungen der genannten Fernerkundungssysteme und einer Strahlungssonde am Meteorologischen Observatorium Lindenberg – Richard-Aßmann-Observatorium.

Voraussetzungen: Gute Programmierkenntnisse in Python / Fähigkeit zum Umgang mit Software zur Bearbeitung großer Datenmengen 




Untersuchungen zur Böigkeit des Windes in der konvektiven Grenzschicht

Betreuer: Dr. Frank Beyrich / M.Sc C. Detring (MOL-RAO, DWD) / Zweitbetreuer NN (FUB) 

Beschreibung: Am MOL-RAO wurden Methoden zur Ableitung von Windböen aus zeitlich hoch aufgelösten Sonic- und Doppler-Lidar-Messungen implementiert. Erste Auswertungen fokussierten sich auf „klassische“ markante Windböen mit Vmax  12.5 m/s und (Vmax-Vmean)  5 m/s. Mit diesen Kriterien werden bestimmte Phänomene der Böigkeit des Windes (z.B. in der konvektivem Grenzschicht im Tagesgang) nicht erfasst. Im Rahmen der Arbeit soll auf der Basis von Sonic- und Doppler-Lidarmessungen in hoher zeitlicher Auflösung die Böigkeit des Windes in der konvektiven Grenzschicht untersucht und dabei u.a. die Abhängigkeit des Böenfaktors von den meteorologischen Bedingungen und seine Änderungen mit der Höhe untersucht werden 

Grundlagen: Rohdaten von Sonic- und Doppler-Lidar-Messungen für ausgewählte Fälle

Voraussetzungen: Fähigkeit zum Umgang mit Software zur wissenschaftlichen Datenanalyse und –bearbeitung für umfangreichere Datensätze




Abschätzung regional repräsentativer turbulenter Wärmeflüsse auf der Basis von Budget-Betrachtungen für Datensätze aus dem LITFASS-2003 Experiment

Betreuer: Dr. Frank Beyrich (MOL-RAO, DWD) / Zweitbetreuer NN (FUB) 

Beschreibung: Budget-Methoden erlauben unter bestimmten Annahmen die Abschätzung regional repräsentativer Wärmeflüsse in der konvektiv durchmischten Grenzschicht aus Datensätzen zur Entwicklung von deren Struktur und vertikaler Mächtigkeit (mittlere Temperatur und Feuchte in der Mischungsschicht, Mischungsschichthöhe). Für das LITFASS-2003 Experiment liegen derartige Datensätze aus Radiosonden-, RASS- und Lidar-Messungen mit relativ hoher zeitlicher Auflösung vor. Es soll auf der Basis von Fallstudien (Anzahl ca. 4-8) versucht werden, aus diesen Messungen die mittleren turbulenten Wärmeflüsse abzuschätzen, die Ergebnisse sind mit unabhängig aus mikrometeorologischen Boden-, Scintillometer- und Flugzeugmessungen erhaltenen Werten zu vergleichen

Grundlagen: Experimentdatensatz LITFASS-2003 

Voraussetzungen: Fähigkeit zum Umgang mit Software zur wissenschaftlichen Datenanalyse und –bearbeitung