M.Sc. Geologische Wissenschaften

Der Master-Studiengang Geologische Wissenschaften, der am Institut für Geologische Wissenschaften angesiedelt ist, hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern und schließt mit einem Master of Science (M.Sc.) ab. Unterrichtssprachen sind Deutsch oder Englisch.

Ziel des Masterstudiengangs ist es, zu einer selbständigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Bereich der Geowissenschaften zu befähigen. Diese Qualifikation soll durch erfolgreichen Besuch von Lehrveranstaltungen in den Geowissenschaften und durch betreute Forschung erreicht werden.

Um eine breite wissenschaftliche Qualifikation als Basis eines Vertiefungsstudiums in einem forschungs- oder anwendungsorientierten Fachgebiet zu erreichen, werden Pflicht- und Wahlpflichtmodule angeboten, die dem Verständnis moderner experimenteller und theoretischer Entwicklungen der Geologischen Wissenschaften dienen oder in die Gebiete der Geologischen Wissenschaften einführen sollen, die im Bachelorstudium nicht gelehrt wurden.

Von den vier angebotenen Schwerpunkten wird zu Beginn des Studiums einer gewählt. In dessen Lehrveranstaltungen werden grundlegende und weiterführende Kenntnisse und Fähigkeiten des Schwerpunkts vermittelt. Ergänzend werden im Lehrangebot des geowissenschaftlichen Kerncurriculums fachübergreifende geowissenschaftliche Lehrinhalte angeboten.

Die obligatorische M.Sc.-Arbeit vermittelt den Studierenden Erfahrung in der selbständigen, betreuten Durchführung eines Forschungsprojektes.

Die folgenden Informationen beziehen sich auf die Studien- und Prüfungsordnung von 2017 (für den Studienanfang ab Wintersemester 2017/18). Studierende, die nach der alten Studien- und Prüfungsordnung von 2012 studieren, finden die entsprechenden Informationen hier.

Der Masterstudiengang umfasst 120 Leistungspunkte (LP) und vermittelt vertiefende Fach- und Methodenkenntnisse zur Bearbeitung geowissenschaftlicher Fragestellungen.

Der Studiengang ist folgendermaßen gegliedert:

I. Schwerpunktübergreifendes Studium (24 LP)

Dieses vertieft die geowissenschaftliche Allgemeinbildung über die eigene Schwerpunktbildung hinaus und setzt sich zusammen aus:

  • dem zweisemestrigen Modul „Geowissenschaftliche Themen“ (12 LP)
  • sowie Modulen im Umfang von insgesamt 12 LP aus einem Studienschwerpunkt, der nicht mit dem eigenen gewählten Studienschwerpunkt übereinstimmt.

II. Schwerpunktstudium (66 LP)

Für das Schwerpunktstudium ist einer der folgenden Studienschwerpunkte zu wählen:

  • Geodynamik & Geomaterialien
  • Geophysik
  • Hydrogeologie
  • Paläontologie

Das Schwerpunktstudium setzt sich aus einem Pflicht- und Wahlpflichtbereich zusammen. Der jeweilige Umfang und die zur Auswahl stehenden Module können der Studienordnung entnommen werden.

III. Masterarbeit mit Präsentation der Ergebnisse (30 LP)

Sie kann entweder in deutscher oder in englischer Sprache verfasst werden. Die Bearbeitungsdauer beträgt 21 Wochen. Begleitend zur Bearbeitungszeit ist der regelmäßige Besuch eines Arbeitsgruppenseminars verpflichtend, in dem auch die Arbeitsfortschritte präsentiert werden. Die Ergebnisse der Masterarbeit werden abschließend in einem mündlichen Teil vorgestellt und diskutiert.

→ Die Inhalte und Qualifikationsziele einzelner Module regeln die Studien- und Prüfungsordnung. Den Aufbau des Masterstudiums veranschaulichen zusätzlich die exemplarischen Studienverlaufspläne. Beides finden Sie hier.

Bewerbungsschluss

Nur für das 1. Fachsemester:

  • Zum Wintersemester: 15.04.-31.05.
  • Zum Sommersemester: 30.11.-15.01

Nur für das höhere Fachsemester: 01.07.-15.08. (zum Wintersemester) und 01.01.-15.02. (zum Sommersemester).

Adressen und Informationen rund um die Bewerbung hier.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Abschluss in einem Bachelorstudiengang Geologische Wissenschaften an einer Universität oder einer nach Landesrecht gleichgestellten Hochschule bzw. gleichwertiger Abschluss eines fachlich einschlägigen Studiums an einer Universität oder nach Landesrecht gleichgestellten Hochschule
  • Die Zulassung zum Studium kann im Falle einer schlechteren Gesamtnote auch erfolgen, wenn die besondere Befähigung durch andere fachbezogene Leistungen (z.B. Publikationstätigkeit, Berufspraxis) nachgewiesen wird
  • Über das Vorliegen der Zugangsvoraussetzungen entscheidet der Prüfungsausschuss. Er kann zuvor eine mündliche Anhörung durchführen
  • Während der B.Sc. eine breite Grundlagenausbildung vermittelt, sieht der M.Sc.eine deutliche Spezialisierung vor. Von den erfolgreichen Bewerbern zu diesem Studiengang werden deshalb gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit, eine grundlegende Vertrautheit mit den Inhalten und Methoden aller geowissenschaftlichen Teildisziplinen und die Fähigkeit zum selbständigen Lernen und wissenschaftlicher Recherche erwartet.

Weitere Informationen zum Zugang und Auswahlverfahren sind der Zugangssatzung sowie der Ersten Änderungsordnung der Zugangssatzung zu entnehmen.

Studienbeiträge und -gebühren

Die vor und während des Studiums zu leistenden Zahlungen finden sich unter Immatrikulationsgebühren.

Für alle Studiengänge der Geologischen Wissenschaften (inkl. Studienschwerpunkte) wird eine Studienfachberatung durch Dozenten angeboten. Eine Beratung und Betreuung von Studenten für Studenten (hauptsächlich für Studienanfänger) bieten zusätzlich die Mentoren an.

Kontakt zu den Dozenten und Mentoren hier.

Standortvorteile ergeben sich an der Freien Universität Berlin durch ein umfangreiches Lehrangebot mit vielfältigen Spezialisierungsmöglichkeiten, eine moderne technische Ausstattung, und Schnittstellen zu anderen Forschungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg.

Das umfangreiche Lehrangebot gewährleistet, dass Studierenden sich auf einem gewählten Studienschwerpunkt spezialisieren können. Zu einigen Lehrveranstaltungen können Geländepraktika (Exkursionen, Kartierkurse) besucht werden, um theoretisch Erlerntes in der Praxis zu vertiefen.

Studierenden stehen ansehnliche Sammlungen von Mineralien und Gesteinen zur Verfügung, die insbesondere Lehr- und Übungszwecke dienen. Ergänzt werden diese Sammlung durch moderne lichtoptischen Mikroskope zur Untersuchung von Gesteinsgefügen. Die moderne instrumentelle Ausstattung der Labore umfasst hochauflösende analytische Geräte wie z.B. das Thermionenmassenspektrometer, mit dem Geomaterialien auf ihre Isotopenzusammensetzung hin untersucht werden können. Rechenlabore sind mit modernsten Rechnern ausgestattet; Studierende mit einem Schwerpunkt in der rechnergestützten Modellierung haben Zugang zu universitären Hochleistungsrechnern.

Zahlreiche interdisziplinäre Arbeitsgruppen (AGs) und Großforschungsprojekte prägen die ausgezeichnete Stellung der Freien Universität Berlin. Hier nur eine Auswahl: Die AG Tektonik ist in der Sprecherrolle für das internationale AlpArray Mission (SPP 2017) zur Erkundung von gebirgsbildenden Prozessen in 4-Dimensionen (4D-MB). Die AG Geochemie leitet das Transregio TRR 170 zur Erforschung der frühen Geschichte unseres Solarsystems und der Erde. Die AG Planetologie und Fernerkundung nimmt mit Experimenten und Instrumentation an Weltraummissionen der ESA und NASA aktiv teil, schwerpunktmäßig in der Erforschung des Mars. Mitglieder der AG Seismologie entwickeln bahnbrechende seismologischen Methoden zur Erkundung des Erdinnern. Und in der AG Paläontologie arbeiten Forscher(innen) an der Schnittstelle zwischen geologischen und meteorologischen Prozessen, um klimatische Veränderungen -heute und in der Vergangenheit- besser zu verstehen und zukünftige Auswirkungen prognostizieren zu können.

Absolventinnen und Absolventendes Masterstudiengangs sind zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit oder für ein Promotionsstudium qualifiziert. Mögliche Berufs- und Tätigkeitsfelder finden sich im Bereich der Geologischen Landesaufnahme und -nutzung, Rohstoffversorgung und - planung, Energieversorgung durch Exploration und Produktion, Wasserversorgung, Deponieplanung und -sicherung, Altlasten, Umweltschutz und Risikobewertung, Technische Mineralogie und Materialkunde. Die Absolventinnen und Absolventen können innerhalb des öffentlichen Bereiches tätig werden, vor allem in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und fachspezifischen Bundes- und Landesämtern. Auch internationale Forschungseinrichtungen und Organisationen bieten eine Reihe von Beschäftigungsmöglichkeiten.

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