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B.Sc. Geologische Wissenschaften

Der Bachelor-Studiengang Geologische Wissenschaften, der am Institut für Geologische Wissenschaften angesiedelt ist, hat eine Regelstudienzeit von 6 Semestern und schließt mit einem Bachelor of Science (B.Sc.) ab. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.


Der Studiengang hat zum Ziel, den Studierenden ein breit gefächertes Grundlagenwissen in den Geologischen Wissenschaften zu vermitteln. Sie werden mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen und dem Stand der Forschung vertraut gemacht und lernen, Erkenntnisse sachlich und sprachlich angemessen darzustellen.  

Der Studiengang behandelt natur- und geowissenschaftliche Grundlagen, die einen Einblick in die Vielzahl von Prozessen vermitteln, die unsere Erde aufbauen und gestalten. Das naturwissenschaftliche Grundwissen ermöglicht eine exakte Beschreibung der Prozesse durch mathematische, physikalische, chemische und biologische Grundlagen- und Methodenkompetenz. In der geowissenschaftlichen Vertiefung werden die interdisziplinären Kompetenzen durch weitere disziplinäre Methoden und Kenntnisse in Geochemie, Geophysik, Hydrogeologie, Mineralogie-Petrologie, Paläontologie, sedimentäre Geologie sowie Tektonik ergänzt.

Am Ende des Studiums sind die Studierenden befähigt, sich zügig und selbstständig in geologische Sachverhalte einzuarbeiten, sowie ein geologisches Arbeitsprojekt zielorientiert zu planen, durchzuführen, zu dokumentieren und zum Abschluss zu bringen.

Die Bachelorabsolventinnen und -absolventen der Geologischen Wissenschaften verfügen damit über Kenntnisse und Fähigkeiten, die einerseits für eine sofortige Berufstätigkeit andererseits für die Aufnahme eines konsekutiven oder fachfremden Masterstudiengangs qualifizieren.

Die folgenden Informationen beziehen sich auf die Studien- und Prüfungsordnung von 2017 (für den Studienanfang ab Wintersemester 2017/18). Studierende, die nach der alten Studien- und Prüfungsordnung von 2012 studieren, finden die entsprechenden Informationen hier.

Der Bachelorstudiengang umfasst 180 Leistungspunkte (LP) und vermittelt grundlegende Fach- und Methodenkenntnisse der Geologischen Wissenschaften. Der Studiengang gliedert sich in die Module des Kernfachs inklusive Bachelorarbeit (150 LP) und Module aus dem Bereich der Allgemeinen Berufsvorbereitung inklusive eines Berufspraktikums (30 LP).

I. Kernfach (120 LP)

Das Kernfach ist in folgende drei Studienbereiche und die Bachelorarbeit gegliedert:

1. Geologisches Grundwissen (66 LP)

Studierenden lernen die natur- und geowissenschaftliche Grundlagen kennen und bekommen einen Einblick in die Vielzahl von Prozessen, die unsere Erde gestalten.

2. Naturwissenschaftliches Grundwissen (42 bzw. 48 LP)In diesem Bereich erwerben die Studierenden mathematische, physikalische und chemische Grundlagen- und Methodenkompetenzen. Der Studienbereich umfasst mehrere Module, die sich in zwei Schwerpunktsequenzen gliedern:

  • Modulsequenz mit chemischer Betonung (42 LP)

Diese Modulsequenz wird empfohlen, wenn eine Vertiefung in den folgenden Fächern angestrebt wird: Geochemie, Hydrogeologie, Mineralogie-Petrologie, Paläontologie, sedimentäre Geologie, Tektonik

  • Modulsequenz mit mathematisch-physikalischer Betonung (48 LP)

Diese Modulsequenz wird empfohlen, wenn eine Vertiefung im Fach Geophysik angestrebt wird.

3. Geowissenschaftliche Vertiefung (30 LP oder 24 LP)

In diesem Bereich werden die interdisziplinären Kompetenzen durch weitere Methoden und Kenntnisse in den verschiedenen Vertiefungsbereichen individuell ergänzt. Dafür sind Wahlpflichtmodule im Umfang von 30 LP (chemische Betonung) bzw. 24 LP (mathematisch-physikalische Betonung) zu absolvieren.

4. Bachelorarbeit (12 LP)

Mit der Bachelorarbeit zeigen die Studierenden, dass sie in der Lage sind, innerhalb einer vorgegebenen Zeit eine ausgewählte Fragestellung aus dem Bereich der Geologischen Wissenschaften selbstständig – aber unter Anleitung – nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen.

II. Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) (30 LP)

Der Studienbereich ABV soll über die fachwissenschaftlichen Studien hinaus eine breitere wissenschaftliche Bildung oder weitere für eine berufliche Tätigkeit oder wissenschaftliche Weiterentwicklung förderliche Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln und die Anwendung und Umsetzung des bisher erlernten in einem praxisnahen Umfeld fördern.

Er beinhaltet folgende Teile:

  • Berufsfeldbezogenes Praktikum bzw. Auslandspraktikum
  • Module aus sechs Kompetenzbereichen

Allgemeine Informationen über die ABV in Bachelorstudiengängen an der FU-Berlin finden sich hier.

Die Inhalte und Qualifikationsziele einzelner Module regeln die Studien- und Prüfungsordnung. Den Aufbau des Bachelorstudiums veranschaulichen zusätzlich die exemplarischen Studienverlaufspläne. Beides finden Sie hier.

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  • Bewerbungsschluss

15.Juli (Ausschlussfrist)

Hier finden sich Allgemeine Informationen und Adressen zur Bewerbung.

  • Zulassungsvoraussetzung
      • Hochschulreife
      • Englischkenntnisse auf Niveaustufe B2* (gemäß der GER)

* Sprachniveau B2 entspricht i.d.R. 6 Jahren Englischunterricht, so dass das Abiturzeugnis i.d.R. als Nachweis gilt. weitere Informationen befinden sich in der Änderung der Zugangssatzung 9/2016.

Es wird empfohlen, den Brückenkurs Mathematik vor Vorlesungsbeginn zu belegen.

  • Studienbeiträge und -gebühren

Die vor und während des Studiums zu leistenden Zahlungen finden sich unter Immatrikulationsgebühren.

Für alle Studiengänge der Geologischen Wissenschaften (inkl. Studienschwerpunkte) wird eine Studienfachberatung durch Dozenten angeboten. Eine Beratung und Betreuung von Studenten für Studenten (hauptsächlich für Studienanfänger) bieten zusätzlich die Mentoren an. Kontakt zu den Dozenten und Mentoren konnen Sie hier aufnehmen.

Kenntnisse der AbsolventInnen des BSc Geologische Wissenschaften

Eine berufliche Perspektive bietet sich in den sogenannten geowissenschaftlichen Routinetätigkeiten wie

  • der geologischen Dokumentation, Datenaufnahme und -verarbeitung,
  • der geowissenschaftlichen Betreuung einer Bohr-Crew oder spezialisierter Maschinen, Soft- oder Hardware oder im Kundendienst sowie
  • der Lösung geowissenschaftlicher Probleme unter Verwendung standardisierter Verfahren (z.B. Erstellung von Spezialkarten und -profilen, Verzeichnissen, Literatursuche).

Mögliche Arbeitgeber können dabei private Unternehmen wie Softwarehersteller, (geo)wissenschaftliche Einrichtungen oder kommunale Gebietskörperschaften sein – seltener ergeben sich aber auch Beschäftigungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst.

Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.

Standortvorteile ergeben sich an der Freien Universität Berlin durch ein umfangreiches Lehrangebot mit vielfältigen Spezialisierungsmöglichkeiten, eine moderne technische Ausstattung, und Schnittstellen zu anderen Forschungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg.

Das umfangreiche Lehrangebot gewährleistet, dass Studierenden sich auf einem gewählten Studienschwerpunkt spezialisieren können. Zu einigen Lehrveranstaltungen können Geländepraktika (Exkursionen, Kartierkurse) besucht werden, um theoretisch Erlerntes in der Praxis zu vertiefen.

Studierenden stehen ansehnliche Sammlungen von Mineralien und Gesteinen zur Verfügung, die insbesondere Lehr- und Übungszwecke dienen. Ergänzt werden diese Sammlung durch moderne lichtoptischen Mikroskope zur Untersuchung von Gesteinsgefügen. Die moderne instrumentelle Ausstattung der Labore umfasst hochauflösende analytische Geräte wie z.B. das Thermionenmassenspektrometer, mit dem Geomaterialien auf ihre Isotopenzusammensetzung hin untersucht werden können. Rechenlabore sind mit modernsten Rechnern ausgestattet; Studierende mit einem Schwerpunkt in der rechnergestützten Modellierung haben Zugang zu universitären Hochleistungsrechnern.

Zahlreiche interdisziplinäre Arbeitsgruppen (AGs) und Großforschungsprojekte prägen die ausgezeichnete Stellung der Freien Universität Berlin. Hier nur eine Auswahl: Die AG Tektonik ist in der Sprecherrolle für das internationale AlpArray Mission (SPP 2017) zur Erkundung von gebirgsbildenden Prozessen in 4-Dimensionen (4D-MB). Die AG Geochemie leitet das Transregio TRR 170 zur Erforschung der frühen Geschichte unseres Solarsystems und der Erde. Die AG Planetologie und Fernerkundung nimmt mit Experimenten und Instrumentation an Weltraummissionen der ESA und NASA aktiv teil, schwerpunktmäßig in der Erforschung des Mars. Mitglieder der AG Seismologie entwickeln bahnbrechende seismologischen Methoden zur Erkundung des Erdinnern. Und in der AG Paläontologie arbeiten Forscher(innen) an der Schnittstelle zwischen geologischen und meteorologischen Prozessen, um klimatische Veränderungen -heute und in der Vergangenheit- besser zu verstehen und zukünftige Auswirkungen prognostizieren zu können.

Die Freie Universität Berlin empfiehlt für Studienanfänger der Geologischen Wissenschaften kostenlose Brückenkurse in Mathematik, die meist vor der Vorlesungszeit ohne Voranmeldung besucht werden können.

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