Springe direkt zu Inhalt

Stellenangebote

Wiss. Mitarbeiter/-in (Praedoc) mit 1/2-Teilzeitbeschäftigung befristet bis zu 4 Jahre Entgeltgruppe 13 TV-L FU Kennung: IfM/2020/PaläoPhD

Bewerbungsende: 07.12.2020

Die Erforschung des Klimas des Letztglazialen Maximums (LGM vor ca. 24.000 ‒ 18.000 Jahren) ist von besonderem Interesse, weil komplexe Rückkopplungen unter anderen Randbedingungen stattfanden als heute. In Nordamerika und Eurasien lagen ausgedehnte Eisschilde und der Meeresspiegel war etwa 130 m tiefer. Generell wird angenommen, dass es global trockener und kälter war als heute. Regionale Feldforschung im südlichen Afrika zeigt jedoch, dass während des LGM ein riesiger See in der heute trockenen Kalahari existierte, aber andererseits keine oder wenig Gletscherbildung im Hochland von Lesotho stattfand. Welche klimatischen Bedingungen müssen im südlichen Afrika geherrscht haben, um diese, vom globalen Szenario nicht erfassten Erkenntnisse, erklären zu können? In einem interdisziplinären Projekt der Institute für Meteorologie, Geologische Wissenschaften und Geographische Wissenschaften am Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität soll dieser Frage nachgegangen werden.

Aufgabengebiet:
In dem Promotionsprojekt sollen Modellsimulationen mit dem globalen Klima-Chemiemodell EMAC für unterschiedliche Zeitscheiben (LGM, präindustrielle Periode, 20. Jahrhundert) durchgeführt und ausgewertet werden. Durch den Vergleich der verschiedenen Perioden sollen Klimaänderungen von der globalen bis zur regionalen Skala untersucht werden. Der Fokus der Auswertungen wird dabei auf der Identifizierung möglicher Verschiebungen der Klimazonen über Afrika während des LGM liegen. Als mögliche Einflussfaktoren für eine lokale Klimaänderung im südlichen Afrika sollen z.B. die Ausdehnung des antarktischen Schelfeises, Änderungen im warmen Agulhas (Indik) und im kalten Benguela (Atlantik) Ozeanstrom sowie das Upwelling-System vor der namibischen Küste untersucht werden. Für die Simulation regionaler Phänomene, wie z.B. die Bildung eines großen Sees in der heutigen Wüstenregion, soll die mit dem COSMO-CLM Regionalmodell gekoppelte Modellversion von EMAC verwendet werden. Die Tätigkeit dient der eigenen wiss. Qualifikation.

Einstellungsvoraussetzungen:
Abgeschlossenes wiss. Hochschulstudium (M.Sc. oder Diplom) im Fach Meteorologie oder in einem verwandten Fach (z.B. Atmosphärenphysik, Ozeanographie).

Erwünscht:
- Vorkenntnisse in atmosphärischer Dynamik, Klimatologie und/oder Ozeanographie
- Vorkenntnisse in der numerischen Modellierung und im Umgang mit großen Datenmengen
- Interesse an Proxy-basierter Paläoklimaforschung
- Programmiererfahrung (z.B. Fortran, C, Python, R, Matlab, GrADs oder IDL)
- gute englische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift
- Interesse und Engagement in einem interdisziplinären Team zu arbeiten

PhD-Position in Paleoclimate Modelling

The climate of the Last Glacial Maximum (LGM around 24,000 ‒ 18,000 BP) is of specific research interest as complex feedback processes between the atmosphere, land surface and the ocean took place under boundary conditions different from today. Northern America and Eurasia were covered by large ice shields and the sea level was about 130 m lower. It is generally assumed that the global climate was drier and colder than today. Regional field experiments in Southern Africa, however, show that a huge lake existed in the Kalahari desert during the LGM. On the other hand, almost no glaciers formed in the Lesotho highland. These regional climate conditions are in contrast to the global mean climate scenario during the LGM. The interesting research questions are: What were the specific regional climate conditions in Southern Africa during the LGM and which processes were responsible for the regional climate response to the LGM? These questions will be addressed in an interdisciplinary project of the Institutes of Meteorology, Geological Sciences and Geographic Sciences at the Freie Universität Berlin.

The successful applicant will perform and analyze model simulations with the global chemistry-climate model EMAC for different time periods (LGM, preindustrial, and 20thcentury). The comparison of the simulations will allow us to identify climate changes from the global to the regional scale and to study the driving mechanisms. The analyses will, for instance, address a potential shift of climate zones over Africa during the LGM. Potentialdrivers for regional climate change in Southern Africa, such as an extension of Antarctic shelf ice, changes in the warm Agulhas (Indic) and cold Benguela (Atlantic) ocean currentsor the ocean upwelling near the coast of Namibia will be investigated. To simulate regional phenomena, in particular the existence of a large lake in the Kalahari desert, a downscaling approach will be applied by employing a specific EMAC version coupled to the COSMO-CLM regional model.

Requirements:
M.Sc. or Diploma in Atmospheric Science or a related discipline (e.g. Physics, Oceanography)

Further qualifications:
The applicant is expected to have experience in atmospheric dynamics, climatology, and/or oceanography, as well as in numerical modelling and handling of big datasets. He/she should also be interested in proxy-based paleoclimate research. Very good skills in scientific programming (e.g. Fortran, C, Python, R, Matlab, GrADs, IDL) are required, as well as fluent English and the ability and interest to work in an interdisciplinary team.

Payment:
Vgr. 13 TV-L FU (50%)

Duration of position:
4 years

Applications (including a cover letter, a curriculum vitae and copies of scientific degrees) should be sent by November 23, 2020 quoting the position code IfM/2020/PaläoPhD to:

Freie Universität Berlin
Institut für Meteorologie
Arbeitsbereich Atmosphärendynamik
Frau Prof. Dr. Ulrike Langematz
Carl-Heinrich-Becker-Weg 6-10
12165 Berlin
email: ulrike.langematz@met.fu-berlin.de

   

  

Stud. Hilfskraft (40 MoStd.) befristet auf 2 Jahre
Kennung: IfM/2020/StudHK-UL+GD

Aufgabengebiet:
Unterstützung von Forschungsprojekten in der Arbeitsgruppe 'Atmosphärendynamik'. Die Arbeitsgruppe befasst sich u.a. mit der stratosphärischen Ozonschicht, der Modellierung des zukünftigen Klimas und dem Einfluss solarer Variabilität auf das Klima. Die studentische Hilfskraft soll bei der Bearbeitung und Analyse von Beobachtungs- und Modelldaten tätig sein.

Erwünscht:
Hauptfachstudent/-in Meteorologie; Programmierkenntnisse; Interesse an der mittleren Atmosphäre.

Weitere Informationen

Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen unter Angabe der Kennung im Format PDF (vorzugsweise als ein Dokument) elektronisch per E-Mail zu richten an Frau Prof. Dr. Ulrike Langematz: ulrike.langematz@met.fu-berlin.de oder per Post an die

Freie Universität Berlin
Fachbereich Geowissenschaften
Institut für Meteorologie
Arbeitsgruppe 'Atmosphärendynamik'
Frau Prof. Dr. Ulrike Langematz
Carl-Heinrich-Becker-Weg 6-10
12165 Berlin (Steglitz)

Mit der Abgabe einer Onlinebewerbung geben Sie als Bewerber/in Ihr Einverständnis, dass Ihre Daten elektronisch verarbeitet und gespeichert werden.

Wir weisen darauf hin, dass bei ungeschützter Übersendung Ihrer Bewerbung auf elektronischem Wege von Seiten der Freien Universität Berlin keine Gewähr für die Sicherheit übermittelter persönlicher Daten übernommen werden kann.