HRSC auf Mars Express

Mars Express im Orbit
Mars Express im Orbit
Bildquelle: ESA

Mars Express ist die erste erfolgreiche europäische Mission zum Planeten Mars. Seit dem Start der Mission im Jahr 2003 haben die Experimente auf der Raumsonde wichtige Beiträge zur Oberflächengeologie, dem Untergrund, der Atmosphäre, zur Geschichte des Wassers und zur Frage nach Leben auf dem roten Planeten geliefert. Ein Experiment auf der Sonde ist die hochauflösende Stereokamera HRSC, welche die globale multispektrale und dreidimensionale Erfassung der Morphologie und Topographie der Marsoberfläche mit einer Auflösung von bis zu 10 Metern pro Bildpunkt zum Ziel hat. Zum jetzigen Zeitpunkt sind etwa 75% der Marsoberfläche dreidimensional erfasst worden.

Die Raumsonde Mars Express der europäischen Raumfahrtorganisation ESA startete am 02.06.2003  mit einer Soyuz-Fregat-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. Am 25.12.2003 trat sie in eine Umlaufbahn des Planeten Mars ein. Die Umlaufbahn von Mars Express ist elliptisch mit einer maximalen Höhe von 10 530 km und einer minimalen Höhe von 330 km über der Marsoberfläche. Durch diese besondere Bahn-Geometrie werden Beob­ach­tungen der Marsmonde Phobos und Deimos sowie atmosphärische Profilmessungen ermöglicht.

An Bord von Mars Express befinden sich folgende europäische Instrumentenbeiträge:

  • HRSC, eine hochauflösende Stereokamera zur 3-D-Farbkartierung der Planetenoberfläche,
  • MARSIS, ein Radaraltimeter zur Untersuchung der Untergrundstruktur des Planeten,
  • das Fourierspektrometer PFS, das die Zusammensetzung der Atmosphäre untersucht,
  • das Hyperspektral-Spektrometer OMEGA, das die Mineralogie des Planeten im sichtbaren und infraroten Bereich erfasst,
  • das Spektrometer SPICAM, welches im ultravioletten Bereich arbeitet und den Aufbau der Atmosphäre untersucht,
  • ASPERA, ein Gerät zur Plasma-Analyse und
  • MaRS, ein Radioexperiment.

Link zur Missionsbeteiligung der Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung.

Förderung:

Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, 
Förderkennzeichen 50 QM 1702

Projektlaufzeit:

01.01.2017 — 31.12.2019