Arbeitsbereich Mineralogie-Petrologie

AdresseMalteserstr. 74-100
Gebäude N und T
12249 Berlin
SekretariatSchreiber, Michaela
Telefon030 - 838 703 96
Fax030 - 838 707 63
E-Mailmichaela@zedat.fu-berlin.de

 

Mineralogie

Die Mineralogie ist die Wissenschaft, die sich mit den Materialien der festen Erde beschäftigt – Mineralien, Gesteine, Böden –, der Entstehung der Bausteine der Erde, sowie den Wechselwirkungen der festen Erde mit Wasser, Luft oder anderen Medien, und der lebendigen Welt. Die mineralogische Forschung zielt auf Minerale, ihren chemischen Aufbau, ihre physikalischen Eigenschaften, und ihre Rolle in dem dynamischen System Erde. Die Mineralogie des Sonnensystems und des Universums einschließlich der Meteoriten und des interstellaren Kosmos zieht die räumlichen Grenzen noch viel weiter. Historisch hat die Mineralogie als wissenschaftliche Disziplin das Fundament für große jüngere Disziplinen geliefert, wie die anorganische Chemie und die Geologie. Heute ist die Mineralogie die große vermittelnde Wissenschaft, welche die evolutionäre Zeitlichkeit der Geologie und der Biologie mit der zeitlosen Naturgesetzlichkeit der Chemie und Physik verbindet. Mineralogen untersuchen heute eine endlose Vielfalt von Materialien und deren Reaktionen, die oft (aber nicht immer) kristalliner Natur sind, und die sowohl der unbelebten wie der belebten Welt entstammen. Die technischen Mineralogen wenden die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zur Entwicklung neuer Materialien für die Technik an und sorgen für Problemlösungen in gesellschaftlich wichtigen Fragen wie z.B. der Rückgewinnung und Verwertung von Wertstoffen aus Abfällen oder der Energiegewinnung in innovativen neuen Anwendungen.

Petrologie

ist die Lehre vom Aufbau und der Entstehung der Gesteine. Sie ist die Teildisziplin der Geo- oder Erdwissenschaften, die speziell die Vergesellschaftung von Mineralen in geologisch überlieferten Gesteinen zum Ziel hat. Wie Soziologen die Interaktion von Menschen in der Gesellschaft untersuchen, so untersuchen Petrologen das gemeinsame Auftreten von Mineralen in Gesteinen und deren exakte chemische Zusammensetzung – mit strikt naturwissenschaftlicher Methodik. Viele moderne Methoden der Mineralogie erlauben den Petrologen Einblicke in die Dynamik unseres Planeten: Bildung von Ozeanen und Hebung von Gebirgen, Verlauf von Vulkanausbrüchen und Meteoriteneinschlägen, Ursachen von Erdbeben, und viele andere Vorgänge, die wir heute als mineralogische Signaturen überliefert in den Gesteinen der Erdoberfläche antreffen können. Petrologen arbeiten oft interaktiv gemeinsam mit Geochemikern, Geophysikern und Geologen.