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Berufung von Prof. Lena Noack an das Institut für Geologische Wissenschaften

Prof. Dr. Lena Noack

Prof. Dr. Lena Noack
Bildquelle: Noack

News vom 30.04.2021

Frau Noack ist zum 1. Mai 2021 auf die W2-auf Zeit-Professur für Geodynamik und Mineralphysik planetarer Prozesse berufen worden, nachdem sie bereits seit 2017 als Juniorprofessorin an der FUB auf diesem Gebiet geforscht und gelehrt hat.

Lena Noack beschäftigt sich mit der großen Frage, warum sich die Erde zu einem habitablen Planeten entwickelt hat, und wie wir Paradigmen der Planetenentwicklung aus dem Sonnensystem auf Exoplaneten (also Planeten außerhalb des Sonnensystems) übertragen können. Ihre Arbeitsgruppe entwickelt dazu verschiedene numerische Modellierungen des Inneren und der Oberfläche von erdähnlichen Gesteinskörpern, in denen geodynamische und mineralphysikalische Methoden kombiniert werden.


Frau Noack hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Mathematik studiert. Nach ihrem Diplom wechselte sie zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an das Institut für Planetenforschung in Adlershof, Berlin, und schloss ihre Promotion in den geologischen Wissenschaften an der WWU Münster in Kollaboration mit dem DLR ab. Während ihrer Promotion beschäftigte sie sich vor Allem mit der numerischen Modellierung der Mantelkonvektion im Inneren unseres Nachbarplaneten Venus und weiteren, erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Sie untersuchte dabei vor Allem unterschiedliche geophysikalische Prozesse, die zu einer Erneuerung der Planetenoberfläche führen können - wie zum Beispiel Plattentektonik auf der Erde oder starke vulkanische Aktivität und weitere Umwälzungsprozesse der Oberfläche auf der Venus. 2012 wechselte sie an die Königliche Sternwarte Belgiens in Brüssel, an der sie fünf Jahre lang als Post-Doc tätig war und neue Computermodelle zur Untersuchung der Kopplung zwischen dem Planetenmantel und der Atmosphäre entwickelte. Diese Modelle werden in ihren aktuellen, von der DFG geförderten Forschungsprojekten stetig weiterentwickelt um ein besseres Verständnis des Zusammenspiels zwischen Planeteninnerem, Oberfläche und Atmosphäre im Vergleich zu verschiedenen Beobachtungsdaten und geologischen Daten zu erhalten.

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