Rückblick
Seit letztem Oktober ist ein neuer Professor an unserem Institut, Univ. Prof Dr. Fabian Hoffmann, der sich mit Wolkenphysik beschäftigt. Das finde ich ein super spanndendes Feld, da ich selbst Wetterbeobachterin bin und mich daher auch oft mit Wolken beschäftige. Etwa 60 % des Himmels der Erde sind immer mit Wolken bedeckt. Wer von euch schaut in den Himmel und nimmt sie aktiv war? Sind es Federwolken, Schäfchenwolken, dunkle Stratuswolken oder ganz andere, die ihr gerade sehen könnt? Je nachdem welche Wolke gerade zu sehen ist, können sie einen Hinweis auf das kommende Wetter geben. Ist das nicht spannend? Zunächst widmen wir uns allerdings der Frage "Wie entstehen Wolken eigentlich?" Gemeinsam mit acht Teilnehmerinnen an unserem diesjährigen Girls' Day beantworten wir diese Frage mit einem einfachen Experiment. Wolke in der Flasche. Geht das überhaupt? Und was hat das mit Wissenschaft zu tun? Levin, der gerade seinen Doktor (PhD) im Bereich Wolkenphysik macht, weiß wie Wolken entstehen und wie Wolkentropfen zu Regentropfen anwachsen. Regentropfen oder Schneeflocken bestehen aber nicht nur aus Wasser, damit Wasserdampf kondensiert fehlt noch etwas ganz entscheidendes. Wer weiß es? Aerosole bzw. kleine Partikel in der Luft. Damit beschäftigt sich auch noch eine andere Arbeitsgruppe. Die AG Strahlung und Fernerkundung. Hier hilft uns Maren aus, die sich mit Staub in der Luft gut auskennt. In dem zweiten Teil machen wir Mini-Sandstürme und finden heraus, was die mit Erosion zu tun haben. Wenn es lange nicht geregnet hat, ist der Boden trocken und bei viel Wind, wird mehr Sand abgetragen. Das hat für manche Regionen Vortreile beispielsweise wird der Amazonas durch den Saharastaub über den Transport von Wolken gedüngt. An den Orten, wo der Sand oder die Erde abgetragen wird, hat das manchmal nicht so schöne Konsequenzen. Ab welcher Windgeschwindigkeit spielt das denn eine Rolle? Dazu werfen wir unseren Windkanal an und probieren das selbst aus. Das Experiment haben wir zwar schon häufig zur Langen Nacht der Wissenschaften gezeigt, aber junge Menschen haben oft einen anderen Blick und neue Ideen. Daher haben wir die "Schutzmauer" mal auf die Sandschale gestellt. Darauf sind wir noch nie gekommen und konnten so Verwirbelungen im Sand sehen. Wissenschaftliches Arbeiten beginnt immer mit einer neuen (wie beispielsweise das Haus auf dem Sand) oder auch einer bekannten Beobachtung. Und genau das machen wir mit verschiedenen Experimenten. Mir macht es immer wieder Spaß meteorologische Prozesse spielerisch darzustellen, sie greifbar zu machen und durch den Input von anderen selbst Neues zu beobachten. Die Freude und Neugierde daran weiterzugeben und anderen zu vermitteln finde ich und meine beiden Kollegen toll. Außerdem ist Wetter und Meteorologie im Allgemeinen ein sooo spannendes und vielfältiges Gebiet. Wetter ist nicht nur da, sondern bringt auch Wasser und Leben in unsere Welt. Ich organisiere daher gerne den Girls' Day an unserem Institut und bringe die Vielfältigkeit der Meteorologie an junge Schülerinnen heran.
Normalerweise experimentieren wir Meteorolog:innen gar nicht so viel in der Praxis, aber wir testen und analysieren viele Daten. Manchmal fühlt sich das auch ein bisschen wie experimentieren an.
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