Springe direkt zu Inhalt

Geschichte der Meteorologischen Bibliothek

News vom 21.05.2026

Was 1951 mit einer kleinen Institutsbibliothek in einer Zehlendorfer Villa begann, endet voraussichtlich Ende 2029: Die Zweigbibliothek Meteorologie der Freien Universität Berlin wird nach 35 Jahren ihren eigenständigen Betrieb einstellen.

Gegründet wurde die erste meteorologische Bibliothek der FU im Zuge des Umzugs des jungen Instituts für Meteorologie in die Podbielskiallee 62. Das Institut selbst war erst 1949 auf Initiative des Berliner Senats entstanden – mit gerade fünf Mitarbeitern, untergebracht in einem Holzhaus in Dahlem. An der Spitze stand Prof. Dr. Richard Scherhag, der am 31. Oktober 1949 seine erste Vorlesung vor 15 Studierenden hielt und das Institut über zwei Jahrzehnte prägte. 1952 erschien unter seiner Leitung die erste Ausgabe der Berliner Wetterkarte, die seither täglich herausgegeben wird. Nach seinem plötzlichen Tod im August 1970 begann für das Institut eine schwierige Umbruchphase. 1962 kam eine zweite Bibliothek hinzu, als Prof. Dr. Heinz Fortak ein eigenständiges Institut für Theoretische Meteorologie an der Thielallee 50 gründete.

Nach dem schrittweisen Umzug nach Berlin-Steglitz wurden beide Bibliotheken 1994 im neu errichteten Gebäude am Carl-Heinrich-Becker-Weg zusammengeführt – einem markanten Bau mit 30 Meter hohem Stahlturm für Wetterbeobachtungen.

Mit der geplanten Verlagerung des Instituts für Meteorologie wird die Bibliothek in den Bestand der Fachbibliothek Geowissenschaften am Geocampus Lankwitz übergehen. Ihr Bestand umfasst neben aktueller Fachliteratur auch historische Sammlungen, darunter Meteorologische Jahrbücher mit Wetterdaten ab Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die ganze Geschichte


Quellen

Horst Malberg, „50 Jahre Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin", Berliner Wetterkarte, 9. November 1999 · Erlebte Geschichte der FU Berlin, Thema Meteorologie · Berliner Wetterkarte e.V. · Sigeldatenbank der Staatsbibliothek zu Berlin · FU Berlin Pressemitteilung, Oktober 2017 · Matthias Eckhardt · Interne Protokolle der FU Berlin zum Umzug nach Lankwitz (1991–2004)

1 / 46