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Wolkenbruch am Nachmittag des 23.08.2011 über Berlin infolge eines konvektiven, mesoskaligen Ereignisses.

Wolkenbruch am Nachmittag des 23.08.2011 über Berlin infolge eines konvektiven, mesoskaligen Ereignisses.
Bildquelle: Georg Myrcik (privat)

Wolkenbrüche

Kurzbeschreibung

Systematische Untersuchung von historischen Berliner Starkregenereignissen (Wolkenbrüchen) anhand von Reanalysen, Beobachtungen und der zutatenbasierten Methode (Doswell et al., 1996) für den Zeitraum 1902-1989

Betreuer
Lisa Schielicke, Peter Névir, Stephan Pfahl
Abschluss
Master of Science (M.Sc.)
Bachelor of Science (B.Sc.)

Inhalt

Dr. Paul Schlaak, ehemaliger Mitarbeiter des Instituts für Meterologie in Berlin-Dahlem, sammelte Daten, Zeitungsausschnitte, und erstellte Karten zu ca. 30 historischen Starkregenereignisse in Berlin für den Zeitraum 1902 bis 1989. Anhand dieser Sammlung sollen die aufgetretenen Starkregenereignisse systematisch untersucht werden. Grundlage dieser Untersuchung bildet die Aufschlüsselung nach Zutaten und wie diese lokal zusammenwirken. Um Konvektion auszulösen bedarf es nach Doswell et al. (1996) drei Grundzutaten: Instabilität, ausreichend Feuchte und Hebung. Unter bestimmten Bedingungen an die Zugrichtung der konvektiven Zellen oder Fronten kann es zu Starkregenereignissen kommen.

Die historischen Berliner Ereignisse sollen anhand der zutatenbasierten Methode untersucht werden. Als Datengrundlage dienen einerseits Reanalysedaten andererseits Beobachtungen (Berliner Wetterkarte, Datenmaterial von Dr. Paul Schlaak).

Im Fokus der Arbeit steht dabei, Prozesse aufzudecken, die zu diesen starken Regenfällen führten. Handelte es sich z.B. um quasistationäre, sich langsam verlagernde Zellen oder um großräumige Fronten? Welche Rolle spielt die synoptische Großwetterlage bei der Ausprägung der Ereignisse? Können die Ereignisse auch in Reanalysedaten erkannt werden?

Literatur:

  • Doswell III, C. A., Brooks, H. E., & Maddox, R. A. (1996). Flash flood forecasting: An ingredients-based methodology. Weather and Forecasting, 11(4), 560-581.

Hinweis:

Das Thema ist als Bachelorarbeit vorgesehen, könnte aber auch mit Modifikationen als Masterarbeitsthema bearbeitet werden.