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Digitales Geländemodell (DTM) der Ménec Fossae auf dem Jupitermond Europa, basierend auf mosaikierten Bildern der Raumsonde Galileo. Höhenprofile zeigen eine zentrale Senke mit einer Tiefe von rund 200 Metern und einer Breite von etwa 1 Kilometer.

Digitales Geländemodell (DTM) der Ménec Fossae auf dem Jupitermond Europa, basierend auf mosaikierten Bildern der Raumsonde Galileo. Höhenprofile zeigen eine zentrale Senke mit einer Tiefe von rund 200 Metern und einer Breite von etwa 1 Kilometer.
Bildquelle: Von Matteoni et al. (2023)

Geologische Interpretation liefert Kontext für die geochemische Charakterisierung

Darüber hinaus werden innerhalb der Forschungsgruppe an der FUB die geologische Beschreibung und Analysen ausgewählter Merkmale der Oberfläche von Europa durchgeführt, die für die Ziele der Europa-Clipper-Mission von hoher Relevanz sind. Es wurden neue 3D-Topografiemodelle mittel- bis großflächiger Oberflächenmerkmale erstellt, und das Zusammenspiel von Tektonik und inneren Prozessen (wie möglichen flüssigen Wassereinschlüssen in geringer Tiefe in der Eiskruste von Europa) untersucht. Solche geologischen Untersuchungen sind auch für die Interpretation der SUDA-Daten von größter Bedeutung, da es mit SUDA möglich ist, die Flugbahn der Eiskörner und damit ihren Ursprungsort auf der Oberfläche zu bestimmen. Die Kombination von Massenspektrometrie mit SUDA und geologischem Wissen wird eine detaillierte geochemische Charakterisierung des Eises von Europa und des unterirdischen Ozeans ermöglichen. Insbesondere „Chaos-Terrains“ scheinen ein idealer Ort zu sein, um die Zusammensetzung des Ozeans besser zu verstehen, da die Oberfläche dort aus jungem Material besteht.