Der SUrface Dust Analyzer (SUDA) an Bord von Europa Clipper
Die Mission „Europa Clipper” der NASA ist 2024 gestartet und wird im April 2030 im Jupiter-System eintreffen. Ihr Ziel ist es, die Bewohnbarkeit des eisigen Ozeanmondes Europa zu untersuchen. Es ist die erste Mission, die vollständig auf eine detaillierte Untersuchung von Europa ausgerichtet ist. Dafür wird sie 49 nahe Vorbeiflüge an dem Mond durchführen. Die wichtigsten wissenschaftlichen Ziele der Mission sind:
- die Dicke der Eiskruste von Europa bestimmen und verstehen, inwieweit der Ozean von Europa mit der Oberfläche verbunden ist.
- die Zusammensetzung des Ozeans von Europa untersuchen, um festzustellen, ob er die Voraussetzungen für die Entstehung und das Überleben von Lebensformen bietet.
- die Entstehung der Oberflächenmerkmale von Europa untersuchen, und Anzeichen für jüngste Aktivitäten lokalisieren, wie z. B. Bewegung von Krustenplatten oder Fontänen, die Wasser ins All ausstoßen.
Um diese Ziele zu erreichen, verfügt die Raumsonde über neun wissenschaftliche Instrumente sowie Geräte für die Schwerkraft- und der Funkwissenschaft. Eines dieser Instrumente ist der SUrface Dust Analyzer (SUDA), ein Massenspektrometer, das im Vorbeiflug kleine Staub- oder Eiskörner analysieren wird. Diese werden entweder von (Mikro-)Meteoriten aus der Eisoberfläche abgestoßen oder möglicherweise durch Cryovulkanismus (d.h. kalter Vulkanismus) aus unterirdischen Flüssigkeitseinschlüssen. SUDA wird die Eiskörner einsammeln und sowohl ihre chemische Zusammensetzung als auch ihren Ursprungsort identifizieren. Diese Analyse wird Einblicke in den Salzgehalt und die chemische Zusammensetzung des Ozeans von Europa geben, einschließlich möglicher organischer Moleküle. So kann festgestellt werden, ob der Ozean von Europa lebensfreundlich ist.
