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2. Softwareentwicklung für Beobachtungssimulationen

Eine effiziente Beobachtungsplanung beruht auf der Simulation der Bildaufnahmen unter spezifischen Lichtverhältnissen, um optimale Belichtungszeiten zu bestimmen.

Diese Simulation setzt ein quantitatives Verständnis folgender Komponenten voraus:

  1. Lichtempfindlichkeit der Kamera, kalibriert über mehrere Wellenlängen und optische Elemente hinweg.
  2. Das Spektrum der Lichtquelle – typischerweise die Sonne, teilweise aber auch reflektiertes Licht heller Planetenkörper. Zeitliche Schwankungen werden in der Kalibrierung berücksichtigt.

  3. Das Reflektionsspektrum der Zieloberfläche.

Die Integration dieser Faktoren ermöglicht die Abschätzung des zu erwartenden Signals und des Signal-Rausch-Verhältnisses (SNR). Das JANUS-Experiment gibt erforderliche SNR-Werte zur Steuerung der Belichtungszeiten vor.

Wesentliche Aufgaben:

  • Entwicklung von Softwaremodulen zur Modellierung dieser Komponenten

  • Durchführung von Signalberechnungen zur Beobachtungsplanung

3. Entwicklung einer Bilddatenbank

Ab 2026 beginnt die Entwicklung einer Bilddatenbank, zunächst mit der Erstellung eines Metadatenkatalogs für JANUS-Kameradaten, welcher sich vorrangig am Archivstandard PDS4 orientiert. Bestehende Datenbankprojekte werden gesichtet und in die neue Architektur eingebunden. Testdatensätze von JANUS werden zur operativen Erprobung und Validierung aufgenommen.

Wesentliche Aufgaben:

  • Aufbau einer relationalen Datenbank verknüpft mit geometrischen Daten

  • Definition von Datenbankschemata basierend auf JANUS-Metadatenanforderungen

  • Entwurf und Implementierung eines Backend-Systems und öffentlicher Middleware zur Anbindung des JANUS-Teams