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Dunkle Ablagerungen prägen die Region

Alle großen Krater im Bild zeigen dunkle Ablagerungen auf den Kraterböden oder entlang ihrer Wände (siehe beschriftetes Bild). Ein Blick in den Trouvelot-Krater zeigt, dass sich dieses dunkle Material durch Wind (äolische Prozesse) zu Sanddünen geformt hat – sogenannte Barchandünen (siehe beschriftetes Bild). Die Sande sind reich an mafischen Mineralen wie Pyroxen und Olivin und sind vulkanischen Ursprungs, mit einem hohen Anteil an Magnesium und Eisen. Sie könnten aus mächtigen Schichten alter vulkanischer Asche stammen, die über lange geologische Zeiträume von anderen Ablagerungen überdeckt und so vor Verwitterung durch Wasser geschützt waren. Spätere Einschläge könnten diese verborgene Schicht angeschnitten und das dunkle Material entlang der Kraterböden und -wände freigelegt haben. Anschließend wurde es durch Wind und durch hangabwärts gerichteten Transport umverteilt und bildete die zahlreichen Dünen, die heute sichtbar sind. Beim Herauszoomen wird deutlich, dass auch die meisten großen Krater in der Umgebung von Arabia Terra solche dunklen Ablagerungen zeigen – ein Hinweis darauf, dass es sich nicht nur um ein lokales Phänomen handelt, sondern um ein weit verbreitetes Merkmal auf dem Mars.