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Äolische Rücken, Tonminerale und mehr

TARs on HiRISE

TARs on HiRISE
Bildquelle: NASA/JPL/University of Arizona

Ein weiteres dünenähnliches Merkmal, bekannt als transversale äolische Rücken (Transverse Aeolian Ridges, TARs), ist im Moni Krater zu finden, der sich innerhalb des Kaiser Kraters befindet. Diese weisen Merkmale sowohl von Rippeln als auch von Dünen auf (siehe auch HiRISE-Bild). Mit einer Höhe von bis zu 14 Metern sind sie deutlich größer als Rippeln, aber kleiner als Dünen. Sie wurden wahrscheinlich durch Marswinde geformt und bestehen möglicherweise aus feinkörnigem, hellem Sand.

An einigen Stellen in der Nähe des Dünenfeldes hat die Winderosion den Boden abgetragen und die darunter liegenden Schichten freigelegt. Diese erscheinen als helle Ablagerungen (siehe beschriftetes Bild) und deuten auf das Vorhandensein von Tonmineralen hin, die typischerweise durch die Verwitterung von Basalt – dem vulkanischen Ausgangsgestein – in Gegenwart von Wasser entstehen.

Wer genau hinsieht, kann hier auch den Wind in Aktion erleben: Ein kleiner, heller Fleck mit einem roten Rand ist ein Staubteufel (Dust Devil), der sich gerade über die Marsoberfläche bewegt. Der lange Schatten, den dieser Staubteufel wirft, verrät, dass er eine Höhe von etwa 1,9 Kilometern erreicht (berechnet aus der Schattenlänge und dem Sonnenstand). Staubteufel sind auf dem Mars ein weit verbreitetes Phänomen und wurden schon oft auf HRSC-Bildern beobachtet.

Ein weiteres faszinierendes geologisches Merkmal, das ebenfalls auf Wasseraktivität zurückgeführt wird, findet sich in einigen der kleineren Krater, wie dem kleinen Einschlagskrater im Inneren des Kaiser-Kraters selbst. Entlang seiner steilen inneren Kraterwände sind Rinnen (Gullies) deutlich sichtbar, die schmale, hangabwärts verlaufende Kanäle bilden (siehe beschriftetes Bild). Diese Rinnen könnten entstanden sein, als Wasser aus geschmolzenem Eis oder aus Grundwasserreservoirs Schuttströme auslöste und Material die Kraterwand hinabtransportierte.