Großer Einschlagskrater und sein Auswurfmaterial
Im flachen Gebiet im Osten der aktuellen Aufnahme (im kommentierten Bild) sind nach einer deutlichen Verstärkung des Bildkontrastes Strukturen zu erkennen, die an Eisschollen erinnern („platy flows“). Tatsächlich aber handelt es sich um Lavaströme, vermutlich vom nahen Vulkan Olympus Mons im Osten. Ihre Oberfläche kühlte ab und erstarrte, während darunter flüssige Lava weiterfloss. Durch den Zug der anhaltenden Bewegung von unten brach die erstarrte Oberfläche auseinander. Die entstandenen Bruchstücke erinnern heute an Schollen auf einem Meer aus Lava.
Neben dem großen, „frisch“ aussehenden Einschlagskrater mit seiner deutlich umrissenen Decke an vulkanischem Auswurfmaterial sind im Südosten des Bildes kleine, deutlich stärker verwitterte Krater zu sehen. Sie sind nur noch als runde Erhebungen in dem Jardangfeld zu erkennen („brushed impact crater remnants“). Entstanden sind sie früher als die Jardangs, was daran zu erkennen ist, dass sie durch das Sandstrahlgebläse des Windes ebenfalls stark abgetragen wurden. Die runde Form dieser Kraterreste blieb wahrscheinlich erhalten, weil das Material dort durch den Einschlag verdichtet und damit widerstandsfähiger wurde.