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Neue Nature-Publikation: Leben im All durch falsch-negative Ergebnisse übersehen?

Artistic depiction of cryovolcanism on Saturn’s icy moon Enceladus.

Artistic depiction of cryovolcanism on Saturn’s icy moon Enceladus.
Bildquelle: ESA/Science Office

News vom 27.05.2026

Wie wahrscheinlich ist es, dass Hinweise auf außerirdisches Leben bereits existieren – wir sie aber bislang schlicht nicht erkennen? Dieser Frage widmet sich ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Forschenden der Arbeitsgruppe „Planetary Sciences and Remote Sensing“ der Freien Universität Berlin in einer neuen Studie in der Fachzeitschrift Nature Astronomy. Die Forschenden analysieren sogenannte „False Negatives“, also Situationen, in denen vorhandene Spuren biologischer Aktivität übersehen oder falsch interpretiert werden. 

Die Autorinnen und Autoren warnen davor, dass aktuelle Suchstrategien für extraterrestrisches Leben zu eng gefasst sein könnten. Raumfahrtmissionen und Instrumente seien bisher vor allem darauf ausgelegt, bestimmte bekannte Biosignaturen nachzuweisen. Die Gefahr, vorhandene Lebensspuren zu übersehen, werde dagegen bislang kaum systematisch berücksichtigt. Die Studie plädiert deshalb für neue Forschungsstrategien, die Laborversuche, Modellierungen, Feldforschung und KI-gestützte Mustererkennung stärker miteinander verbinden.


Contact:

Dr. Nozair Khawaja, Freie Universität Berlin, Fachbereich Geowissenschaften, Institut für Geologische Wissenschaften, Planetologie und Fernerkundung, Email: nozair.khawaja@fu-berlin.de

Prof. Dr. Lena Noack, Freie Universität Berlin, Fachbereich Geowissenschaften, Institut für Geologische Wissenschaften, Planetologie und Fernerkundung, lena.noack@fu-berlin.de

Prof. Dr. Frank Postberg, Freie Universität Berlin, Fachbereich Geowissenschaften, Institut für Geologische Wissenschaften, Planetologie und Fernerkundung, Email: frank.postberg@fu-berlin.de



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