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Gemeinsames Laboratorium der Freien Universität Berlin mit Leibniz-Institut in Leipzig

Laboranlage zur Simulation von kosmischen Eispartikeln aus Ozeanwelten im äußeren Sonnensystem

Laboranlage zur Simulation von kosmischen Eispartikeln aus Ozeanwelten im äußeren Sonnensystem

News vom 20.04.2020

Die Arbeitsgruppe Planetologie am Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität Berlin und das Leibniz-Institut für Oberflächenforschung (IOM) in Leipzig gründen im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung ein gemeinsames virtuelles Labor. Mit dem Icy Micro Particles Laboratorium (kurz IMP-Lab) wird die langjährige Zusammenarbeit der Forschungsgruppe um Professor Frank Postberg und Professor Bernd Abel am IOM in Leipzig vertraglich gefestigt und auf ein deutlich höheres Niveau gehoben.

Das Präsidium der Freien Universität Berlin und die Leitung des IOM unterzeichneten kürzlich die Kooperationsvereinbarung. Der Vertrag ermöglicht die gemeinsame Nutzung der vorhandenen und zukünftigen instrumentellen Ressourcen für Wissenschaftler beider Institutionen. Dadurch wird nicht nur die Zusammenarbeit innerhalb des bestehenden ERC-Projekts Habitat-OASIS erleichtert, sondern es werden auch gemeinsam neue Forschungsprojekte entwickelt und durchgeführt.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen Experimente zur Simulation kosmischer Eispartikel, wie sie beispielsweise von Raumsonden in der Nähe von Eismonden im äußeren Sonnensystem, unter Beteiligung der Freien Universität Berlin, untersucht werden. Dabei gibt die Zusammensetzung der Eispartikel über Prozesse Auskunft, die in den unter dem Eispanzer der Monde verborgenen Ozeanen ablaufen. Die Experimente am neuen IMP-Lab sind dafür ein unerlässliches Hilfsmittel. Neben der Untersuchung der Habitabilität der Ozeanmonde, stärkt die neue Kooperation aber auch die Entwicklung neuartiger Instrumente für zukünftige Raumsonden, die nach Spuren von Leben im äußeren Sonnensystem suchen.

 

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