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Laborversuche zeigen: es ist möglich, Aminosäuren, Fettsäuren und Peptide auf außerirdischen Wasserwelten zu identifizieren

Künstlerische Darstellung des Vorbeiflugs der Cassini-Raumsonde an Enceladus und seinem Wasser/Eisplume. Auf Enceladus oder anderen Ozeanwelten könnte man potentielle Biomoleküle in ausgestoßenen Eiskörnchen detektieren.

Künstlerische Darstellung des Vorbeiflugs der Cassini-Raumsonde an Enceladus und seinem Wasser/Eisplume. Auf Enceladus oder anderen Ozeanwelten könnte man potentielle Biomoleküle in ausgestoßenen Eiskörnchen detektieren.
Bildquelle: NASA/JPL

News vom 12.12.2019

Das zuverlässige Identifizieren von Biosignaturen wie Aminosäuren, Fettsäuren und Peptiden in Eispartikeln, die von außerirdischen Ozeanwelten emittiert wurden, ist eine Schlüsselkomponente auf der Suche nach Leben oder dessen Entstehung auf diesen Welten. Fabian Klenner und sein Team von der Forschungsgruppe Planetologie und Fernerkundung der Freien Universität Berlin haben Laborversuche mit einem Analogexperiment durchgeführt, um die Einschläge von Eispartikeln auf weltraumgestützte Massenspektrometer zu simulieren. Diese zeigten, dass es möglich ist, Aminosäuren, Fettsäuren und Peptide in Eispartikeln im Weltraum auch bei sehr niedrigen Konzentrationen (einige Dutzend Moleküle pro Eiskörnchen) eindeutig zu identifizieren. Sie fanden ebenfalls heraus, dass Weltraumdetektoren bei Einschlagsgeschwindigkeiten von 4-6 km/s am empfindlichsten auf diese organischen Biosignaturen reagieren, und dass die Biomoleküle bei diesen Einschlagsgeschwindigkeiten nicht zerbrechen. Die Ergebnisse wurden am 11.12.2019 online bei Astrobiology veröffentlicht.

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