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Letzte Tests für das ESA-Weltraumteleskop PLATO im Gange

Blick auf PLATO im Großen Weltraumsimulator (Large Space Simulator, LSS) der ESA. Credit: ESA.

Blick auf PLATO im Großen Weltraumsimulator (Large Space Simulator, LSS) der ESA. Credit: ESA.

Künstlerische Darstellung von PLATO. Credit: ESA.

Künstlerische Darstellung von PLATO. Credit: ESA.

News vom 23.03.2026

Die ESA-Mission PLATO für die Suche nach anderen Planeten befindet sich derzeit in der entscheidenden letzten Testphase vor dem Beginn der Mission und macht weiterhin regelmäßige Fortschritte in Richtung des geplanten Starts.

PLATO wurde am 18. Februar in den Großen Weltraumsimulator (Large Space Simulator, LSS) der ESA platziert, und seit Anfang März ist die Sonde weltraumähnlichen Vakuumbedingungen und extremen Temperaturen ausgesetzt, um alle Systeme vor dem Start zu überprüfen. Ein eindrucksvolles Foto zeigt die 26 hochempfindlichen Kameras des Satelliten wenige Augenblicke, bevor die Kammer verschlossen wurde. Der LSS (15 m hoch, 10 m breit) stellt die Bedingungen des Weltraums mit einem Vakuum bei tiefen Temperaturen nach (milliardenfach kleinerer Druck als auf Meereshöhe). Er nutzt außerdem flüssigen Stickstoff zur Kühlung und leistungsstarke Heizelemente, die die später einmal sonnenzugewandte Seite auf sehr hohe Temperaturen von rund +160 °C erhitzen, während die Kameras bei ungefähr −80 °C gehalten werden. PLATO wird Ende März aus dem Simulator geholt, um die letzten Vorbereitungen für den Start fortzusetzen. Weitere Details finden Sie hier:

https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2026/03/Plato_readies_for_space-like_tests#msdynmkt_trackingcontext=b8daf788-c9b0-4e21-b598-c408ef250000

 

Wie es weiter geht: Start, Flugbahn und Wissenschaft

PLATO ist weiterhin im Plan für den im Januar 2027 angesetzten Start mit einer Ariane 6 vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch‑Guayana. Nach einer etwa einmonatigen Flugphase wird die Sonde ihren zukünftigen Arbeitsplatz in rund 1,5 Millionen km Entfernung von der Erde auf der der Sonne gegenüberliegenden Seite erreichen, wo sie auf Sonden wie das Weltraumteleskop Euclid der ESA und das James Webb Weltraumteleskop der NASA treffen wird. Ausgerüstet mit 26 Kameras, die gleichzeitig mehr als 150.000 helle Sterne beobachten können, wird PLATO mindestens zwei Jahre lang dieselbe Himmelsregion überwachen (die Mission dauert mindestens vier Jahre), um erdähnliche Planeten um sonnenähnliche Sterne zu entdecken. Um die Raumsonde vor Sonnenstrahlung zu schützen, wird sie etwa alle drei Monate um 90° gedreht, so dass ihre Solarmodule zur Sonne ausgerichtet bleiben. Eine Animation der Flugbahn und Orientierung sowie weitere Details finden Sie hier:

https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2026/03/Plato_s_journey_to_L2

 

Das internationale Konsortium für die PLATO-Mission wird geleitet von Prof. Dr. Heike Rauer, Planetenwissenschaftlerin am Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Vorbereitungen für die Mission werden von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin unterstützt.


Die Beiträge der Freien Universität Berlin zur PLATO-Mission werden von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR mit Mitteln des Bundes gefördert (Förderkennzeichen 50OO1401, 50OP2103 und 50OP2104).


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