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Post-Event-Befragung nach Winterwetter-Extremlage: WEXICOM IV erfasst Wahrnehmung und Warnkommunikation

News vom 22.01.2026

Nach den extremen Winterwetterereignissen der vergangenen Tage führte die Katastrophenforschungsstelle (KFS) aktuell eine repräsentative Post-Event-Befragung im Rahmen des Forschungsprojekts WEXICOM IV durch.

In den letzten Tagen erlebte Deutschland eine kritische Winterwetterlage. Ein Sturmtief brachte zunächst Schnee und starke Winde, bevor gefrierender Regen zu lebensbedrohlichen Glatteisverhältnissen führte. Es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen, Schulschließungen und zahlreichen Unfällen. Schulschließungen, Einschränkungen im Flug- und Bahnverkehr sowie zahlreiche Unfälle prägten das Geschehen in weiten Teilen des Landes. Die Ereignisse bildeten den Anlass für eine Post-Event-Studie der KFS im Rahmen von WEXICOM IV zu Auswirkungen und Bewältigung der Lage.

In WEXICOM IV untersucht die KFS systematisch, wie die Bevölkerung extreme Wetterereignisse wahrnimmt, wie Warnungen empfangen und verstanden werden und welches Verhalten daraus resultiert. Die nach dem Stromausfall durchgeführte Erhebung konzentriert sich auf zentrale Aspekte: Wurde das Ereignis bemerkt und wie wurde seine Schwere eingeschätzt? Haben Betroffene Warnungen erhalten und über welche Quellen? Welche konkreten Maßnahmen ergriffen Menschen aufgrund der Wetterlage? Darüber hinaus erfasste die Studie allgemeine Erfahrungen mit Wetterwarnungen, die Zufriedenheit mit bestehenden Warnsystemen sowie Einstellungen zum Klimawandel.

Die systematische Auswertung liefert wertvolle Erkenntnisse für die Verbesserung der Warnkommunikation und des Katastrophenschutzes. Sobald die Auswertung der Post-Event-Befragung abgeschlossen ist, werden wir ihre Ergebnisse auch hier auf unserer Webseite veröffentlichen. WEXICOM trägt damit zur evidenzbasierten Weiterentwicklung von Frühwarnsystemen bei und unterstützt die Anpassung an zunehmende Wetterextreme.

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