Springe direkt zu Inhalt

Gemeinsam verantwortlich handeln: Zur Fortsetzung der Maßnahmen in der Corona-Pandemie - E-Mail des Präsidenten

News vom 14.01.2021

- For the English version, please see below -


Liebe Studierende,    
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,    
liebe Kolleginnen und Kollegen,    
liebe Mitglieder der Freien Universität Berlin,    

willkommen an der Freien Universität im Jahr 2021! Für uns alle sind die kommenden Corona-Monate die Fortsetzung eines Langstreckenlaufs, bei dem wir nicht sagen können, wie lang er noch geht. Ich hoffe, dass sich dieser Langstreckenlauf mehr wie einer der Gemeinschafts-Staffelläufe anfühlt, die in Berlin ja große Tradition und immer auch viel Zuspruch haben.

Die Infektionszahlen in Berlin sind weiterhin sehr hoch, die Krankenhäuser enorm belastet, mit der Gefahr einer fatalen Überlastung. Zusätzlichen Grund zur Sorge bereiten die in Großbritannien und Südafrika neu entdeckten, wahrscheinlich noch ansteckenderen Mutanten des Virus, die inzwischen auch in Berlin nachgewiesen wurden. Die Impfstoffe geben Hoffnung, können aber auch keine schnelle Entlastung bringen. Daher mussten die bisherigen Restriktionen sogar verschärft werden, wie dies Bund und Länder und nachfolgend der Senat von Berlin in der vergangenen Woche festgelegt haben.

Dies betrifft weiterhin auch uns an der Freien Universität Berlin. Wir handeln weiterhin gemeinsam verantwortlich - in Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung. Wir wollen und müssen die Anstrengungen zum Gesundheitsschutz fortsetzen und dafür Kontakte auf dem Campus auf ein Minimum begrenzen. Zur Gestaltung unserer universitären Abläufe unter diesen Bedingungen haben wir seit März 2020 beachtliches Know-how entwickelt, an das wir 2021 anknüpfen. Wir handeln dabei in enger Absprache mit dem Land Berlin und den anderen Berliner Hochschulen.

Zum jetzigen Zeitpunkt haben sich die Bedingungen für den Hochschulalltag gegenüber der Zeit vor dem Betriebsurlaub nicht verändert. Konkret bedeutet dies:

*  Lehrveranstaltungen, beispielsweise Laborpraktika, und andere Zusammenkünfte sollten nur in begründeten Ausnahmefällen in Präsenz stattfinden.    
*  Die Gebäude der Universität sind seit dieser Woche wieder für Tätigkeiten geöffnet, die Präsenz erfordern - wobei es so wenige direkte Kontakte auf dem Campus geben darf wie möglich.    
*  Die Bibliotheken öffnen deshalb nur für den kontaktarmen Ausleihbetrieb; die Lesesäle bleiben für die Nutzung geschlossen, vorerst bis zum 31. Januar.    
*  Ebenso bleiben bis zum 31. Januar die PC-Pools und andere Aufenthalts- und Arbeitsräume für Studierende geschlossen.    

Dies alles bedeutet für sehr viele von uns große Einschränkungen und Belastungen. Das Präsidium ist sich dessen bewusst, und wir sind alle dankbar für das große Verständnis und Engagement aller auf dieser "Langstrecke". Um dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, werden die Arbeitsbereiche der Freien Universität Berlin auch weiterhin weitgehend die Arbeit im Homeoffice ermöglichen. Beschäftigte, die durch die Schließung von Kindertageseinrichtungen oder Schulen betroffen sind, können von den Möglichkeiten der Freistellung nach dem Infektionsschutzgesetz Gebrauch machen. Zur Erleichterung des Studienverlaufs werden auch die Regelungen für Prüfungen und Fristen angepasst. Bitte informieren Sie sich zu den Einzelheiten unter https://www.fu-berlin.de/sites/coronavirus/faq.

Wie geht es weiter? Auch wenn Optimismus wichtig ist: Es sollte uns klar sein, dass starke Einschränkungen noch länger nötig sein werden. Wir können mit einigem Realismus hoffen, dass sich die Situation bis Ostern, also bis Anfang April, grundlegend bessern wird. Wir müssen uns aber auch darauf einstellen, dass wir unsere Kräfte mit einer solchen zeitlichen Perspektive einteilen.

Es bleibt aber auch die inhaltliche Perspektive: Die Freie Universität Berlin ist eine der besten Universitäten Deutschlands, und wir alle gemeinsam leisten auch unter diesen Rahmenbedingungen Besonderes. Und dabei bleiben wir uns bewusst, dass die Freie Universität eine Präsenzuniversität ist, und erwarten die Rückkehr zur Normalität mit Vorfreude und Hoffnung. Ich möchte Ihnen allen erneut herzlichen Dank aussprechen für Ihre Beiträge dazu, Ihre Ausdauer, und für die enormen Anstrengungen in Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung!

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen

Ihr    
Prof. Günter M. Ziegler    
Präsident der Freien Universität Berlin    

...............................

Dear students,    
Dear employees,    
Dear colleagues,    
Dear members of Freie Universität Berlin,    

Welcome to 2021 at Freie Universität! The upcoming months of the pandemic will unfortunately be an extension of the long-distance run we started last year - and it is impossible to say just how long the race will be. However, I hope it feels like you are part of a relay race, pulling together as a team and a community. In fact, Berlin has a strong tradition of relay races.

The number of Covid-19 infections in Berlin is still very high. The hospitals are facing enormous strain and the fatal danger of reaching capacity. We have even more reason for concern now that mutations of the virus, which were first discovered in the United Kingdom and South Africa, have also been detected in Berlin, and they seem to be even more contagious. While the vaccines give us hope, it will still take time before enough people are vaccinated. There are no quick solutions here. In light of these developments, it is our duty to follow the new, stricter restrictions decided upon by Germany's federal and state governments, and which were subsequently approved by the Berlin Senate last week.

These new measures will continue to impact our work at Freie Universität Berlin, which means we will continue to respond responsibly together - in research, education, and administration. It is not only our duty to continue to support the effort against the spread of the coronavirus, but it is also in our best interest, which is why we must keep contact on campus to a minimum. We have already learned a great deal about how to structure our work at the university successfully thanks to the experiences we have gathered since March of last year. We will continue to coordinate closely with the State of Berlin and the other universities and colleges here.

At the moment, day-to-day operations at the university will continue much as they were before the holiday recess. In concrete terms that means:

*  Teaching, including laboratory sessions for example, and other meetings should only take place in person if absolutely necessary.    
*  University buildings re-opened this week for operations that require performing tasks on site - however, everyone should reduce the amount of direct contact with others on campus as much as possible.    
*  Libraries are once again only open for lending services with as little physical contact as possible. Reading rooms are now closed until January 31.    
*  Computer labs and other meeting areas and workspaces for students will also remain closed until January 31.    

These measures are difficult for many of us. They require us to make sacrifices and cost a lot energy. The Executive Board recognizes this hardship, and we are all grateful for your cooperation and dedication over the course of this "long-distance run." In order to make it easier to balance family life and work, Freie Universität will continue to make it possible to work remotely from home in many areas. If you have been affected by school closings, including daycare facilities, you can request additional days off as per the Protection against Infection Act (Infektionsschutzgesetz). In order to accommodate the needs of students affected by the ongoing restrictions, the rules and deadlines regarding exams and assessments have also been extended. You can find more detailed information on the university's coronavirus FAQ website: https://www.fu-berlin.de/en/sites/coronavirus/faq.

What happens next? Even though it is important to remain optimistic, there is no getting around the fact that these restrictions will need to be in place for some time. Realistically speaking, we can at least hope that the situation will improve around Easter, at the beginning of April. With that in mind, it is important that we pace ourselves, so that we don't completely run out of energy before then.

But maybe it helps to remember that Freie Universität Berlin remains one of Germany's top universities, and that even under these circumstances we are still pulling together to accomplish great things. Whatever happens next, we know that Freie Universität is still rooted in its history as a place of research and education, and we look forward to our return to campus when things get back to normal. I cannot tell you often enough just how thankful I am for your support, your endurance, and the great work you do in research, education (both teachers and students), and administration!

Sincerely,

Prof. Günter M. Ziegler    
President of Freie Universität Berlin    

5 / 11