Zirkulation der Atmosphäre

Viele der extraterrestrischen und terrestrischen Ursachen von Klimaschwankungen betreffen direkt oder indirekt die Sonneneinstrahlung. Die sich hieraus ergebenden Wirkungen sind folglich einleuchtend: erreicht weniger/mehr Sonneneinstrahlung die Erdoberfläche bzw. wird sie dort stärker/weniger reflektiert, äußert sich dies in einer Temperaturabnahme /-zunahme. Jedoch gilt es zu berücksichtigen, dass die Sonneneinstrahlung regional und jahreszeitlich unterschiedlich ist. Dies hat zur Konsequenz, dass die Strahlungs- bzw. Temperatur-Änderungen erst über die Mittlerrolle der dreidimensionalen atmosphärischen Zirkulation als Klimaänderungen in Erscheinung treten. Bekanntlich findet im Jahresablauf eine Verlagerung der Zirkulations- beziehungsweise Klimagürtel statt: im Sommer der Nordhalbkugel polwärts, im Winter hingegen äquatorwärts.

In Analogie zur jahreszeitlichen Verlagerung der Klimagürtel kann nun bei einem insgesamt erwärmten bzw. kühleren Globus (z.B. aufgrund der Anzahl an Vulkanausbrüchen) eine Verlagerung der Klimagürtel angenommen werden. In diesem Fall sollte sich auf beiden Erdhalbkugeln eine polwärtige beziehungsweise äquatorwärtige Verlagerung der Klimagürtel einstellen. Diese Verlagerung lässt sich anhand vieler paläo-klimatologischer Indizien nachweisen, beispielsweise anhand Pollenspektren.