Kontinentaldrift

Nach der Theorie der Kontinentalverschiebung lässt sich die Erde in tektonische Platten gliedern, die nicht unverrückbar in ihren Positionen verharren, sondern sich bewegen. Damit gehen zum einen Veränderungen der Kontinentkonstellationen einschließlich der Land-Meer-Verteilung auf der Erde einher; zum anderen eine Veränderung der relativen Lage der geographischen Pole bezüglich der Kontinente.

Klimatologische Bedeutung der Kontinentalbewegung und der damit verknüpften paläogeographischen Gegebenheiten:
Eiszeitalter treten offenbar immer nur dann ein, wenn sich zumindest an einem geographischen Pol eine größere Landmasse befindet. Damit sich in relativ hohen geographischen Breiten eine Schneedecke bilden und im Laufe der Zeit eine Eisablagerung entstehen kann, muss Schnee eben auf den Kontinenten liegen und nicht ins Wasser fallen. Ist dies erst mal der Fall, kommt es - aufgrund der hohen positiven Albedowerte von Schnee und Eis - zur positiven Eis-Albedo-Rückkoppelung und eine weitere Abkühlung tritt ein. Diese Rückkoppelungseffekte fallen dabei - je nach spezifischer Land-Meer-Verteilung - unterschiedlich aus. Der Grund liegt in dem unterschiedlichen Einfluss, den Landmassen und Ozeane auf die Temperaturen ausüben.

Beispiele:

  • Derzeitiges Eiszeitalter: Drift der Antarktis in den Südpolarbereich und polnahe Lage von Kanada, Grönland und Nordasien
  • Permo-Karbonisches Eiszeitalter: Drift des Gondwana-Kontinents zum Südpol

Im Zusammenhang mit der Theorie der Kontinentalverschiebung werden in jüngerer Zeit zwei neuere Hypothesen diskutiert: die Run-Away-Hypothese und die Superkontinentzyklus-Theorie.