Ozonloch-Effekt

Die Wirkung von FCKW-Gasen in Tropo- und Stratosphäre
Die Wirkung von FCKW-Gasen in Tropo- und Stratosphäre
Bildquelle: PG-Net

Hohe Konzentrationen des atmosphärischen Spurengases O3 bilden in der unteren Stratosphäre die lebensnotwendige Ozonschicht. Diese nimmt jedoch gegenwärtig – im Gegensatz zur O3-Konzentrationszunahme in der Troposphäre – ab. An diesem Abbau der Ozonschicht ist der Mensch aufgrund seiner Emissionen an neuen Treibhausgasen maßgeblich beteiligt.

Wirkung der FCKW-Emissionen

Während die FCKW-Gase in der Troposphäre den Treibhauseffekt verstärken, bewirken diese Gase in der Stratosphäre eine Abnahme der O3-Konzentration. Denn dort absorbieren diese Verbindungen UV-Strahlung, werden dabei zersetzt und das in ihnen enthaltene Chlor wird freigesetzt. Diese reaktionsfreudigen Radikale verbinden sich hier in einem komplizierten Reaktionszyklus mit dem dortigen O3 und bauen es daher ab. Diese Reaktion löst eine Kettenreaktion aus, bei der ständig neue Chloratome gebildet werden, die das Ozon angreifen – solange, bis ein anderer physikalischer Prozess diese zum Austritt bewegt.
Da die stratosphärische O3-Konzentration regional und jahreszeitlich stark variabel ist, läuft auch der Abbau der Ozonschicht sehr unterschiedlich ab. Der stärkste Abbau ist bisher im antarktischen Frühjahr beobachtet und mit dem Schlagwort „Ozonloch“ belegt worden. Dort ist gegenwärtig eine Ausdehnung des Ozonlochs, also der ausgedünnten Ozonschicht, auf etwa 10 Mio. qkm zu verzeichnen (nach SZ vom 1.09.2005, S. 10).
Der Ozon-Abbau hat vor allem biologische Konsequenzen, die mit der dadurch verstärkten UVB-Strahlung zusammenhängen. Direkte Klimaeffekte werden aber entweder als unwahrscheinlich oder für gering erachtet.