Sauerstoff-Isotopen-Methode

Sauerstoff-Isotopen-Methode
Sauerstoff-Isotopen-Methode
Bildquelle: Datengrundlage: Nicholas J. Shackleton. NOAA Paleoclimatology Program - Paleocean Site Data. Kern: ODP-677

Die Sauerstoff-Isotopen-Methode wurde in den 1960er Jahren entwickelt. Heute ist diese eine der genauesten und damit wichtigsten Methoden der paläoklimatologischen Datenerfassung.

Prinzip:

Diese Methode beruht darauf, dass das Verhältnis der Sauerstoff-Isotope mit den Massenzahlen 18 und 16 temperaturabhängig ist. Bei der Verdunstung – beispielsweise im Meerwasser - wird nun das 16O-Isotop bevorzugt. Dadurch verschiebt sich das Verhältnis von 180 : 16O im Wasser, das 180-Isotop wird relativ angereichert. In Kaltzeiten wird somit im Eis relativ viel 16O festgelegt; im Meerwasser steigt 18O relativ an. Aufgrund der Eisschmelze in Warmzeiten hingegen, wird 16O wieder freigesetzt und steigt im Meerwasser relativ gesehen an. Eine quantitative Aufschlüsselung der Sauerstoff-Isotope mittels Massenspektrometer führt dann zu der gewünschten Temperatur-Abschätzung.

Anwendung:

Die Sauerstoff-Isotopenmethode kann zur Untersuchung von polaren Eisablagerungen und in kalkbildenden Mikroorganismen herangezogen werden. Dabei beruht die Altersdatierung meist zunächst auf der Annahme, dass die Schichten umso älter sind, je tiefer sie vorgefunden werden.