Eem-Interglazial und Weichsel-Glazial

Temperaturgang vom Ende des Saale Glazials bis heute
Temperaturgang vom Ende des Saale Glazials bis heute
Bildquelle: Datengrundlage: Petit et al. 2001: Vostock Ice Core Data for 420,000 Years, IGBP PAGES/World Data Center for Paleoclimatology Data Contribution Series #2001-076NOAA/NGDC Paleoclimatology Program, Boulder CO, USA.

Eem-Interglazial

Das Eem-Interglazial war, insbesondere im Vergleich zum Holozän, sehr instabil und von vielen Kälte-einbrüchen geprägt (vergleiche Abbildung). Im vieljährigen nordhemisphärischen Mittel war es im Eem jedoch etwas wärmer als derzeit (ausgegangen wird von ca. 1°C, nach Schönwiese 1995).

Weichsel-Glazial

Während des Weichsel-Glazials lagen die Temperaturen im nordhemisphärischen Mittel etwa 4 bis 5°C niedriger als im Holozän (nach Schönwiese 1995), der derzeit andauernden Warmzeit. Dieses führte zu einer Eisbedeckung, die in ihrem Ausmaß in etwa dem dreifachen der heutigen entsprach. Damit einhergehend kam es zu einer Absenkung des Meeresspiegels um mehr als 100m (nach Schönwiese 1995). Auch das Weichsel-Glazial ist durch eine Vielzahl von Klimaschwankungen gekennzeichnet (vergleiche Abbildung). Besonders hervorzuheben ist die rasche Erwärmung gegen Ende des Glazials und der schnelle Übergang in die folgende Warmzeit, das Holozän.

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