Pleistozäne Vereisungen

Marine Isotopenstadien
Marine Isotopenstadien
Bildquelle: Datengrundlage: Petit et al. 2001: Vostock Ice Core Data for 420,000 Years, IGBP PAGES/World Data Center for Paleoclimatology Data Contribution Series #2001-076NOAA/NGDC Paleoclimatology Program, Boulder CO, USA.

Schon vor Beginn des Pleistozäns setzte im Tertiär eine Abkühlung ein, die von einem sehr hohen Temperaturniveau im Mesozoikum ausging. Die Temperaturen lagen im globalen Mittel bis zu 10°C über dem derzeitigen, die Erde war eisfrei. Heute wird angenommen, dass bereits im Tertiär im Bereich der Antarktis die Eisbildung einsetzte. Die Temperaturen lagen im globalen Mittel jedoch noch immer bis zu 5°C über den heutigen, so dass der arktische Raum eisfrei blieb. Eine permanente arktische Vereisung setzte erst im Übergang zum Pleistozän (und damit zum Quartär) ein. Für die Dauer des Pleistozäns werden heute in erster Linie anhand der Sauerstoff-Isotopen-Methode über 20 Kaltzeiten und Glaziale mit dazwischen liegenden Warmzeiten beziehungsweise Interglazialen unterschieden (vergleiche Abbildung).