Charakterisierung der Temperatur- und Niederschlagsbedingungen

Die Klimabedingungen, wie sie vor allem durch die beiden Klimaelemente Temperatur und Niederschlag gemessen und charakterisiert werden, und die entsprechend ablaufenden Prozesse während verschiedener Klimazustände, werden mit folgenden Begrifflichkeiten beschrieben:

Eiszeiten (Glaziale) sind Kaltzeiten mit weiträumiger Ausdehnung von Inlandeisgletschern in Gebieten, die heute gletscherfrei sind.

Als Warmzeiten (Interglaziale) werden die zwischen den Eiszeiten liegenden wärmeren Zeitabschnitte verstanden. Währenddessen herrschen ähnliche Klimaverhältnisse wie heute vor, mit Vegetationsentwicklung (in Mittel-Europa bis zum Laubmischwald) und einem Wiederansteigen des Meeresspiegels.

Auch der Begriff Kaltzeit markiert eine Epoche wesentlich kälteren Klimas. Obwohl der Begriff in der Literatur teilweise synonym mit Eiszeit verwendet wird, spricht man von Kaltzeit anstatt von Eiszeit in der Regel in den Gebieten, in denen es nicht zur Vergletscherung kam, also den sogenannten Periglazial-Gebieten.

Kalt- und Warmzeiten werden in verschiedenen Eiszeitaltern zusammengefasst.

In Analogie zu Glazial und Interglazial, wurden zwei Begriffe geprägt, um die Änderungen des Niederschlags als weiteres Klimaelement zu charakterisieren:

Als Pluvialzeit wird eine im Vergleich zu einer Ausgangsperiode niederschlagsreichere Periode bezeichnet.

Hingegen ist ein Interpluvial als eine im Vergleich zu einer Ausgangsperiode niederschlagsärmere Periode definiert.