Einführung

Das Thema Klimaschwankungen erhält heute mit der Diskussion über die möglicherweise stattfindende oder in Zukunft eintretende Klimaänderung in unserer Gesellschaft zunehmende Aufmerksamkeit und beeinflusst in vielen Bereichen politisches und wirtschaftliches Handeln, sowohl national als auch global. Dabei existieren nicht nur viele Meinungen zu diesem Phänomen, seinen Ursachen und Auswirkungen sowie über zukünftige Entwicklungen, sondern auch eine ganze Anzahl an Begriffen, die manchmal für zusätzliche Verwirrung sorgen mögen. Die Lehrmaterialien sollen daher einen Einblick in die wissenschaftliche Forschung über Klimaschwankungen geben, beginnend mit der Klärung zentraler Begrifflichkeiten.

Als Klimaschwankung wird eine signifikante Abweichung des Klimas – gemessen anhand bestimmter Klimaelemente – von einem Vergleichs- oder Ausgangszustand bezeichnet, die nach einem definierten Zeitintervall wieder von einer entgegen gerichteten Entwicklung oder Rückkehr zu ihrem Ausgangszustand abgelöst wird und Auswirkungen auf die Umwelt erkennen lässt.

Die Abgrenzung des Zeitintervalls kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen, genauso wie die Vorstellungen über die Dimension der Abweichung. Häufig wird eine Periode von mindestens 30-jähriger Dauer angenommen. Begriffe, die für weniger ausgeprägte und kürzere Klimaschwankungen verwendet werden, sind Klimafluktuation, Klimaoszillation, Klimavariation.

Hingegen wird unter Klimaänderung ein anhand von statistischen Kenngrößen signifikant nachweisbarer Übergang zu einem anderen Klimazustand verstanden. Dieser ist einseitig gerichtet und unterscheidet sich dadurch von einer Klimaschwankung.

Eine monotone Änderung des Klimas wird häufig als Klimatrend, eine abrupte Klimaänderung als Klimasprung bezeichnet. Der Ausdruck Klimawandel wird synonym zu Klimaänderung beziehungsweise Klimavariation verwendet.