Strahlung

Die Strahlung ist ein bedeutendes Klimaelement. Die solare Strahlung liefert praktisch die gesamte Energie, welche den Zirkulationsmechanismus der Atmosphäre mit allen charakteristischen klimatischen Erscheinungen erst in Bewegung setzt. Unter Strahlung versteht man allgemein den Transport von Energie mit Hilfe elektromagnetischer Wellen (= Wellenstrahlung). Strahlung ist demnach ein physikalischer Vorgang, bei dem Energie ohne materiellen Träger transportiert wird. Diese Energie misst man als ENergie pro Fläche und Zeit und gibt sie als Strahlungsstromdichte an. Die Einheit hierfür ist W / m2. Auch alternative EInheiten sind gebräuchlich, zum Beispiel die Maßeinheit Joule.

Die von der Sonne ausgehende Strahlung bezeichnet man als Sonnenstrahlung oder Solarstrahlung. In jeer Minute strahlt die Sonne eine Wärmemenge von rund 20 Quatrilliarden (28 Nullen!) Joule aus. Die Erde empfängt von dieser Gesamtstrahlung nur den 2-milliardsten Teil (10 Trillionen Joule in der Minute). Den außerhalb der Erdatmosphäre gemessenen Strahlungsstrom bezeichnet man als extraterrestrische Strahlung oder auch Solarkonstante.

In diesem Abschnitt wird näher auf die Strahlung eingegangen. Hierfür sind erst einmal himmelsmechanische Grundlagen notwendig. Anschließend wird das Sonnenspektrum dargelegt und abschließend die Strahlungsbilanz.