Klima in verschiedenen Größenordnungen

Das Klima in der Betrachtung verschiedener Größenordnungen
Das Klima in der Betrachtung verschiedener Größenordnungen
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Das Klima wird in verschiedenen Größenordnungen betrachtet (vergleiche Abbildung). Die Größe der Areale, die zu klimatologischen Einheiten zusammengefasst werden sollen, hängt von der jeweiligen Fragestellung ab:

Makroklima

Das Makroklima ergibt sich im großräumigen Vergleich aus den Beobachtungen der Stationsnetze. Es kann je nach betrachtetem Maßstab in Regional-, Zonal- oder Globalklima unterschieden werden.

Untersuchungsgegenstände siind das atmosphärisches Zirkulationssystem und die Klimagürtel in globaler, kontinentaler und großregionaler Betrachtung. Die Messungen beziehen sich dabei auf die gesamte Atmosphäre oberhalb der Reibungsschicht der Erde (>2m).

Mikroklima

Das Mikroklima ist das Klima der bodennahen Luftschicht bis 2 m über der Bodenoberfläche und in der oberen Bodenschicht. Der Massenaustausch der Luft ist in diesem Gebiet so klein, dass die Einwirkungen der Erdoberfläche die absoluten Werte und ihre relative räumliche Verteilung immer erheblich beeinflusst. Daher unterscheiden sich diese von denjenigen der darüberliegenden Durchmischungszone.

Untersucht wird der Strahlungsumsatz im Bereich der Bodenoberfläche und abgeleitete Parameter.

Mesoklima

Beim Mesoklima wird der Ausschnitt zwischen Makro- und Mikroklima betrachtet. Der mesoklimatische Bereich erstreckt sich auf räumliche Klimaeinheiten, die sich im Gegensatz zum Makroklima noch auf Einflüsse der Topographie zurückführen lassen. Diese können je nach Größe des Gebietes auch beispielsweise als Lokal-, Landschafts- oder Subregionalklima bezeichnet sein (nach Blüthgen & Weischet 1980, S. 7/8; Lauer 1995, S. 10/11).