Der globale Wasserkreislauf

Der globale Wasserkreislauf
Der globale Wasserkreislauf
Bildquelle: Datengrundlage: Endlicher 1991, S. 71.

Der globale Wasserkreislaufbezieht sich auf die Wasserzirkulation zwischen folgenden Wasserspeichern

  • von den Ozeanen
  • über die Atmosphäre
  • auf die Landoberfläche, auf der das Wasser die Seen, Flüsse und Bäche, Inlandeise und Gletscher, Bodenwasser, Vegetation sowie die Hohlformen speist.

Vom Ozean aus, aber auch von der Landoberfläche, gelangt das Wasser durch Verdunstung in die Atmosphäre. In der Atmosphäre kann es im Rahmen der Allgemeinen Atmosphärischen Zirkulation über weite Strecken horizontal transportiert werden. Dabei durchläuft das Wasser durch Kondensation und Gefrieren den Prozess der Wolkenbildung, um dann als Niederschlag wieder die Landoberfläche, aber auch die Ozeane zu erreichen. Nachdem das Wasser tilweise auf der Vegetations- und Landoberfläche gespeichert wurde, teilweise eingesickert ist, fließt es von der Landoberfläche ober- oder unterirdisch in die Fließgerinne ab. Diese transportieren das Wasser zu den Ozeanen. Der Kreislauf schließt sich.

Da der globale Wasserkreislauf die gesamte Erde umfasst, wird er im Vergleich zu den Wasserbewegungen innerhalb einzelner Teilsysteme, auch als großer Wasserkreislauf bezeichnet. Beim globalen Wasserkreislauf handelt es sich um ein geschlossenes System, bei dem Wasser weder aus dem System hinaus- noch hineinfließt. Neben den Stofftransporten finden auch Energietransporte statt. Die mengenmäßige Erfassung des beschriebenen Wasserkreislaufs wird in der Wasserbilanz und Wasserhaushaltsgleichung sowie der Energiebilanz festgehalten.