Permafrost

Kontinuierlicher, diskontinuierlicher und sporadischer Permafrost mit Angabe der mittleren Mächtigkeiten in Abhängigkeit zur geographischen Breite
Kontinuierlicher, diskontinuierlicher und sporadischer Permafrost mit Angabe der mittleren Mächtigkeiten in Abhängigkeit zur geographischen Breite
Bildquelle: Blümel 1999

Permafrost- oder auch Dauerfrostboden ist ein Boden der aufgrund der klimatischen Verhältnisse das gesamte Jahr hindurch gefroren bleibt. Permafrost ist nicht unbedingt für die Entstehung von Periglazialformen nötig, viele Periglazialräume der Erde liegen jedoch in Klimazonen in denen Permafrostboden auftritt. Permafrostboden taut in den Sommermonaten nur wenige Dezimeter bis Meter tief auf. Aufgrund des Bodeneises, das eine stauende Wirkung hat, sind Permafrostböden stark durchnässt.

Bis zu ca. 25% der nicht-vergletscherten Erde sind mit Permafrostgebiete, wobei zwischen kontinuierlichem, diskontinuierlichem und sporadischem Permafrost unterschieden wird. Die Jahresmitteltemperaturen einer Region sind der ausschlaggebende Faktor, welche Form von Permafrost auftritt:

Jahresmitteltemperatur

Permafrostform

< -6°C

kontinuierlich

zwischen 0°C und -6°C

diskontinuierlich

> -6°C

sporadisch

Wichtige Begriffe

Kontinuierlicher Permafrost: nahezu der gesamte Boden (> 90%) einer Region ist dauergefroren.

Diskontinuierlicher Permafrost: mehr als die Hälfte des Bodens eines Region ist dauergefroren. Der diskontinuierliche Permafrost ist typisch für Hochgebirgsregionen.

Sporadischer Permafrost: in der Region treten dauergefrorene Böden auf (10%-50% der Fläche).