Pingos und Palsen

Pingo
Pingo
Bildquelle: Böse

Pingos

Pingos werden auch als Frosthügel bezeichnet, bestehen in ihrem Kern aus massiven Eis (der oft durch Injektionseis gebildet wurde), sind sediment-, boden- oder auch vegetationsbedeckt und besitzen eine kuppenförmige Gestalt mit in der Regel ovalem bis runden Grundriss. Sie können Höhen von mehr als zehn Metern annehmen.

Pingos entstehen weil der Permafrostboden in Periglazialgebieten kryostatischen Druck auf darunter liegendens Bodenwasser ausübt, was zur Aufwölbung führt. Solange Grundwasser vorhanden ist, das den Eiskern eines Pingos speist, kann dieser noch lange Zeit nach Verschwinden der periglazialen Bedingungen in einer Region existieren. Oft wird demnach das Vorhandensein von Pingos in bestimmten Regionen mit früheren Kältephasen in Verbindung gebracht.

Palsen

Palsen sind kleine Frosthügel und treten v.a. in Torfmooren auf. Sie besitzen meist keinen Kern aus massiven Eis sondern sind lagig mit Segregationseis in Form von Eislinsen durchsetzt. Palsen haben einen hohem Anteil an organischem Material.

 

Injektionseis: Eis, das durch Injektion im Boden gebildet wird. Das Wasser gelangt dabei entweder durch kryostatischen Druck oder durch artesisches Aufstiegswasser in den Boden - es ist also im Gegensatz zu Spalteneis oder Segregationseis durch äußeren Druck gezwungen einen bestimmten Weg zu nehmen.