Bergsturz

Bergsturz schematisch
Bergsturz schematisch
Bildquelle: PG-Net
Bergsturzzeichnung
Bergsturzzeichnung

Bergstürze sind plötzlich eintretende gravitative Massenbewegungen, bei denen Locker- und Festgesteinsmassen sturzartig den Hang abwärts bewegt werden (Brunotte et al. 2002).

Bergstürze werden meist anhand dreier Kriterien klassifiziert:

  1. Eine schnelle Bewegung des Materials.
  2. Die Abrissfläche muss durch das anstehende Gestein gehen. Das Anstehende bildet also den größten Teil der Bergsturzmasse.
  3. Die erfasste Hangfläche beziehungsweise das bewegte Gesteinsvolumen muss relativ groß sein.

Die charakteristische Landform von Bergstürzen besteht aus den drei Komponenten Abrissnische, Sturzbahn & Sturzmasse(vergleiche Abbildung).

Das aus der Bergsturzmasse entstehende unruhig reliefierte Ablagerungsgebiet wird auch als Tomalandschaft bezeichnet (vergleiche Abbildung bei Mausklick auf die Abbildung).

Bergstürze können sich im Gegensatz zu Felsstürzen auch auf weniger geneigten, bodenbedeckten Hängen ereignen. Bei beiden folgt die Abrissfläche einer bereits vorhandenen Kluft im Gestein. Nach dem Sturz entlang der Sturzbahn bleibt eine Abrissnische zurück.