Mure

Murenereignis
Murenereignis

Muren sind breiartige Rutschungen, die an Hängen mit großen Anteilen an Feinmaterial entstehen. Die Poren können sich hier zeitweilig mit Niederschlags- oder Schmelzwasser füllen, so dass ein positiver Porenwasserdruck entsteht und der Schutt sich wie ein Brei hangabwärts bewegt. Die Bewegungsform von Muren befindet sich demnach am Übergang zum fluvialen Fließen. Zumeist liegen die Murenbahnen in Tiefenlinien des Hangs (siehe Abbildung). Ihre morphologische Wirksamkeit ist daher meist linear. Durch Schuttstau an der Rändern kann es zur Bildung von Murendämmen kommen. Am Hangfuß verlangsamt sich die Murenbewegung, breitet sich zungenförmig aus und kommt zum Stillstand. Bei Wiederholungen des Ereignisses können sich Murkegel bilden. Anhand der Störung des Baumwuchses kann die Größenfrequenz von Murereignissen untersucht werden (siehe Abbildung bei Mausklick hier). Große Blöcke und mittransportierte Baumstämme können zu Verklausungen von Brücken führen.