Rutschungen

Rutschungen (landslide) sind langsamere Typen gravitativer Massenverlagerungen als Berg- und Felsstürze. Ihre Bewegungen können zwischen einigen Zentimetern pro Jahr und mehreren Metern pro Monat liegen (Busche et al. 2005, S. 175). Zudem ist ihr Wassergehalt höher.

Vorbedingungen

Vorbedingungen für Rutschungen sind an einem Hang angeschnittene tonig-schluffige Schichten, in denen

  • bei vollständiger Durchfeuchtung steigender Porenwasserdruck die Scherspannung herabsetzt
  • die Entfernung eines Widerlagers am Hangfuß und
  • meist eine harte Gesteinsdecke als Auflast.

Je nach Standfestigkeit des abrutschenden Materials, gibt es verschiedene Formen; beispielsweise

  • Translationsrutschungen und
  • Rotationsrutschungen

Charakteristische Landform von Rutschungen

Die charakteristischen Landform von Rutschungen besteht aus

  • Abrissnische (A)
  • Rutsch- oder Gleitbahn (B) und
  • Rutschungsmasse (C). Diese kann sich bei Bergrutschen als Schuttzunge ablagern (vergleiche Abbildung).