Poljen

Poljen sind Becken innerhalb der verkarsteten Gebirge und stellen durch ihre Zehner von Kilometer Länge und mehreren Kilometer Breite ein wesentliches Element des mediterranen Karstes dar (Pfeffer 2005, S. 5).

In der Längserstreckung folgen die Poljen dem Streichen der Gebirgszüge. Ihr Boden ist mehr oder minder eben. Poljen besitzen eine spezifische Hydrographie. An einem der Beckenränder treten Quellen aus, Bäche können quer zur Längserstreckung fließen und versickern am anderen Beckenrand in offenen Schlucklöchern, sogenannten Ponoren. Können die Ponore und Versickerungsstellen das Wasser in niederschlagsreichen Perioden nicht schnell genug abführen, so werden Beckenteile zeitweise überflutet.

Eine Vielzahl an Poljentypen sind heute bekannt. Diese werden nach physiognomischen, morphogenetischen und hydrogeologischen Aspekten ausgewiesen. Unter den Poljentypen finden sich

  • Semipolje
  • Randpolje
  • Überflusspolje
  • Staupolje
  • Hochflächenpolje
  • Talpolje

Die Entstehung von Poljen ist relativ komplex. Dazu trägt allein bei, dass je nach Breitenlage und Höhenstufe einzelne Poljen durch andere Erscheinungen überprägt sind. Dies können beispielsweise glazial Einlagerungen sein (z.B. Moränen und Sander), periglaziale Schwemmfächer oder Alluvionen.