Dolinen

Eine Doline in Norddeutschland
Eine Doline in Norddeutschland
Bildquelle: Stumptner 1999

Dolinen sind einfache trichter-, Schüssel- oder kesselförmige geschlossene Hohlformen mit unterirdischem Abfluss und einem Durchmesser, der größer ist als die Tiefe (vergleiche Abbildung). Der Durchmesser der Dolinen variiert zwischen einigen m und 1000 m bei einer Tiefe bis zu über 100 m (Pfeffer 1978, S. 30).

Dolinen gehören zu den am weitesten verbreiteten Karstformen. Daher werden diese in der Karstmorphologie als Leitform der Verkarstung angesehen.

Bei den Dolinen gibt es eine Vielzahl an Typen, die auf eine jeweils unterschiedliche Genese zurückgehen. Gewöhnlich kann man diese in zwei große Gruppen einordnen:

  • Einsturzdolinen: Das kennzeichnende an Einsturzdolinen ist, dass der Verkarstungsprozess aus der Tiefe in Richtung Oberfläche fortschreitet. Nach erfolgtem Einsturz bleibt die Hohlform stabil.  
  • Lösungsdolinen: Bei Lösungsdolinen verläuft der Verkarstungsprozess von der Oberfläche in die Tiefe, demnach in umgekehrter Weise zu den Einsturzdolinen. Bleibt die Funktionsfähigkeit des aus Klüften bestehenden Abflusssystems erhalten, kann eine Weiterentwicklung in die Tiefe stattfinden.