Pedimentbildung

Pediment, Pedimentknick und steiler Rückhang
Pediment, Pedimentknick und steiler Rückhang
Bildquelle: Schütt

In den trockenen Subtropen entwickeln sich durch Flächenbildung Gebirgsfußflächen, welche sich aus einem Pediment und Glacis zusammensetzen.

Pedimente sind schwach geneigte, erosiv oder denudativ entstandene Flächen, an deren obere Grenze sich mit mehr oder weniger scharfem konkaven Pedimentknick ein wesentlich steilerer Rückhang anschließt (Ahnert 1996, S. 280).

Die Pedimente entwickeln sich häufig an Randverwerfungen von tektonisch gehobenen Krrustenschollen. Zwischen den Schollen liegen sedimenterfüllte Becken (Playa). Das Übergangsgebiet zwischen Becken und Pediment wird als Bajada oder Glacis bezeichnet.

Pedimentbildung findet an den Talausgängen der vom Gebirge zum Becken fließenden Flüsse mit ihrer klimabedingten unregelmäßigen Wasserführung durch planierende Seitenerosion statt.  Diese unterschneiden die zwischen ihnen liegenden Gebirgssporne, welche dadurch allmählich zurückverlegt werden. Am Gebirgsrand entsteht infolge eine zusammenhängende Gebirgsfußfläche - das Pediment. Dieses reicht über die Randverwerfung hinweg und dehnt sich im Laufe der Zeit gebirgswärts aus.