Rumpfflächen

fossile Rumpffläche, die durch Abtragung entstanden ist
fossile Rumpffläche, die durch Abtragung entstanden ist
Bildquelle: Schütt

Rumpfflächen sind die ausgedehnteste festländische Reliefform auf der Erde (Busche et al. 2005, S. 74). Im folgenden Abschnitt werden Rumpfflächen und Erklärungen für ihre Entstehung dargestellt.

Definition von Rumpfflächen

Rumpfflächen sind denudative Flachformen oder Fastebenen (peneplains), die durch weiträumige Abtragung des Reliefs entstanden sind. Berge und Hügel, die vorher als Glieder des Reliefs vorhanden waren, sind abgetragen und nur noch der "Rumpf" übrgiggeblieben ist (nach Ahnert 1996, S: 276).

Kennzeichen von Rumpfflächen

Rumpfflächen besitzen drei Kennzeichen:

  • geringes Relief
  • Oberflächenform ist nicht beeinflusst von geologischen Strukturen und Gesteinsunterschieden; die Oberflächenform zieht somit über gefaltete oder durch Bruchtektonik verstellte Gesteine verschiedener Widerständigkeit hinweg.
  • große räumliche Ausdehnung

Einzelne Berge können als Denundationsreste stehengeblieben sein, während das umliegende Land abgetragen wurde. Diese Einzelberge bezeichnet man als Inselberge. Die räumliche Assoziation von Rumpfflächen und Inselbergen zeigt an, dass sie auch hinsichtlich ihrer Entstehung miteinander verknüpft sind.

Erklärungen von Rumpfflächen

Verschiedene Erklärungen von Rumpfflächen wurden hervorgebracht. Hier sollen je nach Umstand iherer Entstehung vier erläutert werden:

Flächenbildung - Flächenweiterbildung

Rezente Rumpfflächenbildung erfolgt in den wechselfeuchten Tropen. Im außertropischen Klima werden unter früherem, wechselfeuchten Klima gebildete Rumpfflächen nicht weitergebildet, sondern durch linear wirkende Flußerosion zerstört. Durch die gleichzeitig aktive Denudation wird die Landoberfläche in ihrer gesamten Breite tiefer gelegt.