Endstadium des Davisschen Zyklus

Rumpffläche, welche durch Abtragung entstanden ist
Rumpffläche, welche durch Abtragung entstanden ist
Bildquelle: Schütt

Die Zyklentheorie von Davis (1889) ist eine qualitative beschreibende geomorphologische Modellvorstellung. Diese beschreibt die Formenentwicklung durch das Zusammenwirken von Flussarbeit und Denudation am Hang. Das Endstadium des Zyklus stellen Rumpfflächen dar.

Annahme

Es wird angenommen, dass nach der raschen Hebung einer zu Anfang reliefflosen Krustenscholle keine Hebung mehr stattfindet.

Modellstadien

  • Jugend-Stadium: Zu Beginn ist ein einfaches Gewässernetz vorhanden, welches dem Gefälle folgt und Täler eintieft. Zwischen den Tälern existieren Reste der Ausgangsfläche.
  • Reifestadium: Mit zunehmender Taleintiefung und Talverbreiterung verschneiden sich die Täler an den Wasserscheiden, die nun auch tiefergelegt werden. Die Flusslängsprofile sind ausgeglichen.
  • Alter: Nach dem Ende der Taleintiefung werden die Wasserscheiden weiter erniedrigt und nehmen die Gestalt eines flachen Rückens an. Dieses Stadium geht über in die Endform der Entwicklung -
  • die Fastebene

Kritische Einwände gegen diese Theorie bestehen vor allem aufgrund des langen Zeitraumes, der benötigt wird. Zehner von Millionen Jahren müssen vergehen, um ein Gebirge um 10% zu erniedrigen. Es gab aber in den Außertropen keine hinreichend lange Zeit für die Formenentwicklung im Sinne der Zyklentheorie.