Gletscherstabilität

Verlauf der sommerlichen 0°C-Isotherme und ihr Einfluss auf die Gletscherstabilität
Verlauf der sommerlichen 0°C-Isotherme und ihr Einfluss auf die Gletscherstabilität

Die allgemeine Gletscherstabilität ist von der Lage der sommerlichen 0°-Isotherme abhängig. Verläuft diese oberhalb der Gletscheroberfläche verhindern die Temperaturen über dem Gefrierpunkt ein Wachstum des Gletschers und führen zu erhöhter Ablation - der Gletscher wird instabil. Im entgegengesetzen Fall - die Isotherme schneidet den Gletscherkörper - wird die Eismasse als stabil angesehen.


Unterschieden werden die Begriffe:

Schneegrenze: Die Schneegrenze ist die Grenze zwischen dem ganzjährig mit Schnee bedecktem und dem im Sommer durch Tauprozesse schneefreiem Gebiet. Dabei kann zwischen orographischer, klimatischer und temporärer Schneegrenze unterschieden werden:

  • Die höchste Lage in der im Spätsommer noch Schnee liegt (vgl. Firnlinie) wird orographische Schneegrenze genannt.

  • Die klimatische Schneegrenze beschreibt die mittlere Höhe einer Region in der der Schnee nicht mehr abschmilzt.

  • Die temporäre Schneegrenze bezeichnet die jahreszeitabhängige Höhenlage.

Firnlinie: Die Firnlinie grenzt das Nähr- und Zehrgebiet eines Gletschers. Der gefallene Schnee schmilzt in den Sommermonaten bis auf die Höhe der Firnlinie ab.

Gleichgewichtslinie: Die Gleichgewichtslinie oder auch ELA bezeichnet im Massenhaushalt eines Gletschers die Grenze zwischen Gebieten positiver und negativer Bilanz.