Gletscheraufbau

Gletscheraufbau: Das Nährgebiet - die Ernährungsquelle eines Gletschers - befindet sich in den höher gelegenen Regionen, in denen der gefallene Schnee nicht abtaut.
Gletscheraufbau: Das Nährgebiet - die Ernährungsquelle eines Gletschers - befindet sich in den höher gelegenen Regionen, in denen der gefallene Schnee nicht abtaut.
Bildquelle: PG-Net

Massenbilanz

Die Massenbilanz (Mb = Akk - Abl. ||Akkumulation - Ablation) eines Gletschers entscheidet über sein Wachstumsverhalten. Jeder Gletscher besteht aus Nährgebiet (Akkumulationsgebiet) in dem auch in den Sommermonaten Schnee erhalten bleibt und dem Zehrgebiet (Ablationsgebiet), das durch Massenverlust durch Sublimation oder Schmelze - bei Eisschilden auch das Kalben von Eisbergen - gekennzeichnet ist. Nähr- und Zehrgebiet werden von der Schneegrenze, auch Gleichgewichtslinie (ELA - equilibrium line altitude), voneinander getrennt, an der Akkumulation und Ablation sich ausgleichen (vgl. Abbildung).

Die Massenbilanz eines Gletschers ist abhängig von der Menge an Niederschlag aber v.a. von der Temperatur.

 

Wichtige Begriffe

Sublimation: Die Sublimation bezeichnet den Vorgang der Verdunstung von Eis von der Oberfläche eines Gletschers und steht somit für den direkten Übergang von der festen in die gasförmige Phase. (Aggregatzustandsübergang).

Ablation: Die Ablation fasst die Prozesse die zum Massenverlust eines Gletschers führen zusammen. Dieser kann durch Abschmelzen mit Schmelzwasserproduktion oder Kalben von Eisbergen hervorgerufen werden.

Gleichgewichtslinie: Die Gleichgewichtslinie oder auch ELA (equilibrium line altitude) bezeichnet im Massenhaushalt eines Gletschers die Grenze zwischen Gebieten positiver und negativer Bilanz.