Sölle

Soll auf einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern
Soll auf einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern
Bildquelle: Schott 2009

Toteislöcher oder Sölle sind kleinräumige, abflusslose Hohlformen im Bereich der Grundmoräne. Wenn ein Gletscher niederschmilzt, passiert dies nicht überall gleich schnell. Ein Gletscherkörper zerfällt in mehrere Blöcke, die sich wiederum in kleinere Eiskörper teilen. Daher ist es möglich, dass sich Eis bildet, das mit dem eigentlichen Gletscher nicht mehr verbunden ist. Man spricht dann von Toteis. Dieses kann durch Sedimente überlagert werden und dadurch noch für längere Zeit, auch wenn die Verhältnisse zur Eisbildung nicht mehr gegeben sind, weiterhin existieren. Steigen die Temperaturen weiter an, beginnt jedoch auch dieses Eis zu schmelzen und es entstehen Mulden, die Sölle genannt werden.